Ausbildungsknigge

Ausbildung Knigge
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In unserem heutigen Blogbeitrag geben wir dir einen kleinen Crashkurs zum Thema Benimmregeln am Arbeitsplatz, damit du nicht gleich zu Beginn deiner Ausbildung ins Fettnäpfchen trittst oder unangenehm auffällst. Wir zeigen dir den Weg zum vorbildlichen Benehmen am Arbeitsplatz.

Die wohl wichtigste Benimmregel ist Pünktlichkeit. Dabei gilt: Zu spät sein ist eine Todsünde, nicht mal eine Verspätung von fünf Minuten ist akzeptabel. Natürlich könnte es doch einmal vorkommen, in diesem Fall solltest du deinen Arbeitgeber oder Gesprächspartner sofort über die Verspätung informieren und dich dafür entschuldigen. Fast genau so schlimm, wie zu spät sein ist es viel zu früh anzukommen. Zwar ist es immer gut genügend Pufferzeit ein zu planen, falls auf dem Weg zur Arbeit oder zum Termin etwas unerwartetes passiert. Wenn du dadurch allerdings zu früh ankommst, solltest du nicht gleich reingehen, denn in der Regel wird dein Gesprächspartner noch keine Zeit für dich haben und es eventuell als störend empfinden, wenn du eine Stunde vor dem vereinbarten Termin da bist. 

Eine weitere wichtige Benimmregel ist die Begrüßung, hierbei gibt es viele Faktoren zu beachten. Früher galt die einfache  Regel, dass die Frau immer zuerst begrüßt wird, sie ist es auch die entscheidet wem sie die Hand gibt, außerdem darf sie sitzenbleiben. Diese Regeln gelten inzwischen als überholt, heutzutage ist das Ganze ein wenig komplizierter. Als erstes wird immer die ranghöchste Person begrüßt, diese entscheidet, ob ihr euch die Hände schüttelt, also warte ab bis dir die Hand hingestreckt wird. Im Anschluss heißt es ältere Personen vor jüngeren und Damen vor Herren. Du siehst schon, so etwas alltägliches wie eine Begrüßung kann schwieriger sein als gedacht und es wird noch ein bisschen komplexer. Triffst du einen deiner Kollegen/innen oder eine/einen Vorgesetzte/n auf dem Flur sollte immer derjenige zuerst Grüßen, der den anderen zuerst gesehen hat. 

Eine Benimmregel, die für viele schwierig umzusetzen ist, ist das Du anbieten. Vielleicht kommt es dir komisch vor Kollegen/innen in deinem Alter oder jünger zu siezen, es ist aber angebracht, da es bei dieser Form der Höflichkeit nicht auf das Alter sondern auf die Dienstjahre ankommt. Warte am besten ab, bis dir die dienstältere Person das Du anbietet. Bei ranghöheren Personen solltest du unabhängig vom Dienstalter beim Sie bleiben, es sei denn, dir wird das Du von der ranghöheren Personen angeboten.  

So ein ganzes Stück auf dem Weg zum guten Benehmen am Arbeitsplatz hast du schon geschafft, du weißt, dass du Pünktlich sein solltest und wie du deine Kollegen/innen und Vorgesetzte begrüßt, aber was ist mit weiteren Gesprächen?
Hier ist Höflichkeit das oberste Gebot. Hat dein Gesprächspartner einen akademischen Titel, solltest du diesen in der Ansprache verwenden, also: “Guten Tag Frau Dr…. “ hat dein gegenüber mehrere Titel verwende den höchsten. Aus Frau Prof. Dr. med…. wird Frau Prof…. Über den weiteren Verlauf des Gesprächs entscheidet das Gesprächsthema, so ist es zum Beispiel wichtig, dass Kritik unter vier Augen ausgetauscht wird, der Ton sollte dabei immer höflich und sachlich bleiben. Beim Thema Smalltalk ist es wichtig immer positiv zu bleiben, vermeide Themen die zu Konflikten führen könnten. Absolut ungeeignete Themen sind Politik, Geld, Religion, Krankheiten und Tod. Diese Themen können zu handfesten Streits führen. Außerdem solltest du heutzutage bei den Themen Ernährung und Fitness vorsichtig sein, da diese Bereiche für manche einen hohen Stellenwert haben und Meinungen zu diesen Themen schnell falsch aufgefasst werden können. Am besten tastest du dich vorsichtig an diese Themen heran. Wenn du sichergehen willst, dass du beim Smalltalk alle Klippen umschiffst, sind folgende Themen gut geeignet: Das Wetter, Hobbys, Haustiere, Reisen, Filme, Musik und Kunst. Diese Themen kannst du problemlos ansprechen. 

Der nächste Punkt auf der Liste der Benimmregeln ist die Höflichkeit in E-Mails, hier gibt es nicht ganz so viel zu beachten, trotzdem solltest du einige Fehler vermeiden. Als erstes Finger weg von Abkürzungen wie MfG. Zweitens solltest du bei Sehr geehrte Damen und Herren bleiben und nicht zu schnell auf Hallo umsteigen, wenn du dir unsicher bist kannst du dich an dem Orientieren was du als Antwort bekommst. Erhältst du beispielsweise eine E-Mail mit “Sehr geehrter Herr…” solltest du auch genau so förmlich Antworten. Interne E-Mails für Kollegen/innen können lockerer sein. 

So fast geschafft, du weißt jetzt schon wie du eine gute Konversation führst, jetzt fehlen nur noch einige allgemeine Verhaltensweisen, wie Anklopfen wenn du das Büro eines Kollegen/in betrittst, hierbei solltest du auch wieder zuerst Grüßen. Außerdem solltest du Rücksicht auf die Personen in deinem Umfeld nehmen, wenn du zum Beispiel im Großraumbüro ein Fenster öffnen möchtest solltest du vorher fragen, ob jemand was dagegen hat. Ein weiter wichtiger Punkt sind Rituale, diese sind oft fest im Unternehmen verankert, daher solltest du sie Übernehmen, auch wenn du mache vielleicht blöd findest. So kann es beispielsweise sein, dass im Unternehmen eine bestimmte Grußformel verwendet wird. Eine der wichtigsten Verhaltensregeln am Arbeitsplatz ist Diskretion, Firmeninterner gehören nicht auf die nächste Party mit deinen Freunden oder zum Essen mit der Familie, besonders sensible Themen müssen intern bleiben! 

So jetzt fehlt nur noch ein letzter Punkt auf der Liste und der ist leicht umzusetzen. Sei sozial, vor allem zu Beginn deiner Ausbildung solltest du beispielsweise Einladungen zum Mittagessen annehmen, auch wenn du nicht unbedingt Lust dazu hast. So findest du schnell Anschluss und wirst Teil des Teams.

Jetzt hast du es geschafft, du hast dein Crashkurs zum Benehmen am Arbeitsplatz erfolgreich abgeschlossen. Einer erfolgreichen Ausbildung steht jetzt nichts mehr im Wege.

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