Süßes, sonst gibts Saures!

Veröffentlicht: 29.10.2019

Es ist wieder soweit, bald ist Halloween und man fragt sich schon, welches Kostüm man dieses Jahr anzieht. Aber woher kommt Halloween eigentlich und was ist typisch für das schaurige Fest?

Ein amerikanischer Brauch?

Die meisten von uns kennen Halloween wahrscheinlich aus der amerikanischen Popkultur und man könnte meinen es wäre ein amerikanischer Brauch. Aber wie bei den meisten Themen ist es auch hier etwas komplizierter. Halloween stammt nämlich mitnichten aus den Staaten, sondern wahrscheinlich aus einer Tradition der alten Kelten. Sie lebten vor langer Zeit in den Gebieten der heutigen Irland, Schottland sowie weiterer europäischer Länder und feierten eine Art Totenfest bei dem symbolisch mit und für die gestorbenen üppige Speisen verzehrt wurden. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich dieser Brauch. Die Menschen entwickelten Angst vor dem Tod und wollten ihn überlisten. Deshalb verkleideten sie sich als Geister, Zombies und weitere Schauergestalten, um vom Sensenmann ignoriert zu werden. 

Dieser Brauch kam mit den zahlreichen irischen Auswanderern des 19. Jahrhunderts nach Amerika. Dort veränderte er sich und wurde schließlich zu dem Event, das wir heute kennen.  


Hallo...was?

Der Name Halloween kommt wahrscheinlich  von „All Hallows Eve“, der Vorabend von „All Hallows Day“ (Allerheiligen“). Dieses Fest wurde von der katholischen Kirche ins Leben gerufen um die heidnischen Feste der Schotten und Iren zu ersetzen. Mit der Zeit wurde daraus Halloween.


Typisch für Halloween sind die böse guckenden ausgehöhlten Kürbisse. Sie werden auch "Jack-O-Lanterns" genannt und gehen auf die Legende des Hufschmieds Jack zurück. Dieser war nicht der sympatischste Zeitgenosse, da er regelmäßig viel trank und auch vor Betrügereien gegenüber seinen Mitmenschen nicht zurückschreckte. Klar, dass so ein Verhalten nicht ohne Nachspiel bleiben kann. So stand eines Tages der Teufel auf Jacks Türschwelle und forderte dessen Seele ein.  Jack, ganz der Trunkenbold, bat in seinem letzten Wunsch nur um ein  Bier. Der Teufel willigte ein und verwandelte sich in eine Münze,  mit der Jack bezahlen sollte. Doch statt zu bezahlen, steckte Jack die Münze in seine Geldbörse, in der auch ein Kreuz angebracht war. So  gelang es ihm, den Teufel einzufangen. Im Gegenzug für seine Freiheit entlockte Jack dem Teufel das Versprechen, ihn zehn Jahre in Ruhe zu lassen. Der Teufel stöhnte und fluchte, willigte aber schließlich ein.

Jedoch vergaß er Jack nicht und trachte dem Hufschmied immer noch nach seiner Seele. Nach zehn Jahren lauerte er ihm schließlich auf einem einsamen Weg und stellte ihn zur Rede. Geistesgegenwärtig bat ihn Jack wieder um einen letzten Wunsch – einen Apfel vom Baum nebenan. Der Teufel ließ sich darauf ein. Als er auf den Baum kletterte um Jack einen Apfel zu pflücken, hatte der findige Ire schon ein Kreuz in die Rinde des Apfelbaums geritzt. Am Kreuz vorbei konnte der Teufel nicht herunterklettern und so befand sich der Teufel zum zweiten Mal in Gefangenschaft. Diesmal verlangte Jack, vom Teufel verschont zu werden.  Fürchterlich knurrend wurde auch dieses Versprechen gegeben. Doch Jacks Geschichte endete hier noch nicht. Als dieser schließlich starb, konnte er aufgrund seiner Sünden nicht in den Himmel aufsteigen. Aufgrund des Versprechens des Teufels blieb ihm aber auch die Hölle verwehrt. So wanderte er ohne Ziel durch die Finsternis, bis ihm der Teufel aus Mitleid eine glühende Kohle aus der Hölle gab, damit Jack in der Finsternis zumindest etwas sehen konnte. Jack steckte die Kohle in eine Rübe und seitdem wandert er mit seiner Laterne zwischen den Welten. 

 
Halloween heute 

Da es in den USA allerdings wenige Rüben und viele Kürbisse gab, wurde dieses Detail der Legende ausgetauscht. In die Kürbisse werden gruselige Gesichter geschlitzt und diese werden schon Wochen vor Halloween im Garten oder auf Terrassen aufgestellt, um die bösen Geister und Dämonen zu verjagen. Die USA in der Halloweensaison sind deswegen immer eine Reise wert. Dort werden zahlreiche Feiern, Partys und sogar große Maskenbälle veranstaltet. 

In den achtziger Jahren kam das gruselige Fest dann schließlich nach Europa zurück, wo es sich einer steigenden Begeisterung erfreut. In dieser Nacht könnt ihr in die Haut von Vampiren, Dämonen, Hexen, Geister und Untoten schlüpfen und die Menschen erschrecken. Im Internet findet ihr zahlreiche Rezepte für gruselige Speisen und Getränke, die auf einer Halloween Party nicht fehlen dürfen. Und ein paar Tage vor Halloween, gibt es bei vielen Geschäften Rabatte auf Kostüme und Accessoires. Last Minute Einkaufen lohnt sich also!

Falls ihr noch weitere Tipps für eure Halloweenparty braucht, könnt ihr hier vorbeischauen.


Viel Spaß an Halloween wünscht euch

Euer Schülerkarriere-Team