Karriere machen als Mutter - Tipps und Tricks 

Veröffentlicht: 11.2.2021

Viele Frauen haben das Gefühl, dass Sie sich früher oder später entscheiden müssen: Kind oder Karriere. Nicht selten entspricht dieses Gefühl der Wahrheit und nicht wenige Frauen berichten über nachteilige Auswirkungen der Mutterschaft auf die Karriere. Doch wie kann man die Nachteile minimieren und wie lassen sich Karriere und Kind am besten vereinen?

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Entscheidet sich ein Paar, ein Kind in die Welt zu setzen, dann stellt sich zunächst fast immer die Frage nach dem Zeitpunkt: Ein geplantes Kind ist sicherlich nicht sehr nachteilig für die Karriere, kann man doch gut taktieren und zum Beispiel zuerst die Ausbildung beenden oder, befindet man sich bereits mit beiden Beinen im Berufsleben, warten bis zum Beispiel die Probezeit beendet ist. Dabei ist die biologische Uhr der Frau omnipräsent: Ab etwa 30 fängt die Uhr langsam an zu ticken, wobei ab 45 die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft rapide sinken. Wann nun der richtige Zeitpunkt ist, dass muss jeder für sich selbst entscheiden. Zu sehr hängt die Antwort auf diese Frage von persönlichen Faktoren ab. Sicherlich ist es aber nicht verkehrt, ein Kind nach einer Ausbildung und mindestens einem Jahr Berufserfahrung zu bekommen.

Elternzeit - kurz oder lang?

Ist das Kind erstmal da, können berufstätige Mütter und Väter die sogenannte Elternzeit in Anspruch nehmen. Es handelt sich bei der Elternzeit um einen Rechtsanspruch auf unbezahlte Freistellung von der Arbeit. Der Anspruch auf Elternzeit besteht für jeden Elternteil bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes. Dementsprechend kann die Elternzeit pro Elternteil bis zu 36 Monate betragen. Das ist eine lange Zeit, die man dem Berufsleben fern bleibt. Dabei kann jeder Monat entscheidend sein, denn die heutige Berufswelt ist besonders schnelllebig. Was gestern noch State of the Art war, ist morgen schon lange überholt. Aus diesem Grund sollten Mütter, die ihre Karriere nicht auf der Strecke lassen möchten, wenn möglich dem Berufsleben nicht zu lange fernbleiben. Der Neueinstieg wird, je länger die Elternzeit dauert, immer schwieriger.

Bewerbung als Mutter

Befindet man sich während der Elternzeit nicht in einer Anstellung oder entscheidet man sich zunächst voll und ganz für die Familie da zu sein, dann erfolgt spätestens dann, wenn die Kinder etwas älter sind, der Wiedereinstieg in den erlernten Beruf. Geht es ans Eingemachte und man hat endlich die Traumstelle in den Stellenanzeigen gefunden, dann folgt das, was immer folgt: die Bewerbung. Viele Mütter sind unsicher, ob sie in die Bewerbung reinschreiben sollten, dass sie Mutter sind. Ganz klar lässt sich die daraus entstehende Frage nicht beantworten. Rechtlich verpflichtet anzugeben, ob man Mutter ist oder nicht, ist die Bewerberin in jedem Falle nicht. Nicht selten führt die Angabe aber zu Nachteilen, denn in den Gedanken vieler Personaler kreisen beim Lesen einer solchen Bewerbung schon Gedanken an Betreuungszeiten in der Kita, kranke Kinder, Termine in der Schule und viele weitere Dinge, die für eine eingeschränkte Flexibilität der Mitarbeiterin sorgen. Möchte man die Kinder in der Bewerbung angeben, dann sollte man diese im Lebenslauf aufführen. Sind die Kinder bereits älter, dann sollte man das Alter der Kinder vermerken. Das erweckt den Eindruck, dass diese schon selbstständig sind. Der Personaler wird somit keine großen Auswirkungen durch die Familie auf die Arbeit erwarten.

Teilzeit als Mutter

Viele Mütter nutzen die Möglichkeit der Teilzeit um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Bei der Teilzeit wird, wie der Name schon sagt, die wöchentliche Arbeitszeit um ein bestimmtes Pensum reduziert. Die Teilzeitarbeiterin arbeitet also kürzer als vergleichbare Vollzeitarbeitnehmer. Das Gute ist, dass es unter bestimmten Voraussetzungen sogar einen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit gibt. In der Praxis wird die Teilzeitarbeit in der Regel gewährt, allerdings haben Teilzeitkräfte wesentlich weniger Chancen auf eine steile Karriere. Teilzeitmitarbeiter werden oft bei Beförderungen übersprungen, erhalten weniger Weiterbildungsangebote und vieles mehr. Der Grund ist simpel: Viele Unternehmer fragen sich, warum man eine Teilzeitkraft weiterbilden sollte, wenn sie das erworbene Wissen bezogen auf die Arbeitszeit nur anteilig einbringt - da wird lieber die Vollzeitkraft gefördert. Dass es sich dabei um eine Ungleichbehandlung handelt, liegt auf der Hand. Unterm Strich sollte also auf Teilzeit, so denn Karrierepläne vorliegen, verzichtet werden. Das erfordert für viele Mütter allerdings ein Höchstmaß an Organisation und Planung im Alltag. Kein leichtes Unterfangen!

Studieren im Fernstudium - eine echte Alternative

Viele Frauen erwarten ein Kind bereits vor dem ersten Job oder der Ausbildung beziehungsweise dem Studium. Ist das bereits das Ende der Karriere? Natürlich nicht! Ein Fernstudium garantiert ein Höchstmaß an Flexibilität, immerhin können Studenten pauken, wann sie möchten. Dadurch ist tagsüber die Kinderbetreuung möglich und am Abend das Lernen am Schreibtisch. Dass das nicht leicht ist und viel Kraft abverlangt, sollte klar sein. Dennoch stellt ein solches Fernstudium, das in der Wertigkeit mit einem regulären Präsenzstudium vergleichbar ist, eine echte Alternative dar. In den letzten Jahren besonders hervorgetan hat sich die Macromedia Fachhochschule. An dieser privaten Fachhochschule mit Sitz in Stuttgart können Studenten einen Bachelor- oder Masterabschluss in vielen verschiedenen Studiengängen absolvieren. Business Management, Design Management, Journalistik, Psychologie und viele weitere Studiengänge gehören zum umfangreichen Angebot. Das Interessante ist allerdings, dass viele Studiengänge auch per Fernstudium angeboten werden. Falls also ein Kind unterwegs oder schon da ist und die Mutter gerne studieren möchte, dann stellt diese Möglichkeit des Studiums eine echte Chance dar.

Fazit

Wie man sieht, haben Kinder beziehungsweise die Familie in vielen Bereichen einen großen Einfluss auf die Karriere der Mütter. Aus diesem Grund lohnt es sich planvoll vorzugehen und nicht nur den Zeitpunkt für das Kind, sondern auch den weiteren beruflichen Werdegang taktisch anzugehen.