Was machen wir ohne Merkel?

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Was machen wir ohne Merkel?

 

 

Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angekündigt, von ihrem Parteivorsitz in der Christlich-Demokratischen Partei (kurz CDU) und dementsprechend auch von ihrem Amt als Kanzlerin, zurückzutreten. Sie wird also am Parteitag im Dezember nicht mehr für die Parteiführung der CDU kandidieren. Das Amt als Bundeskanzlerin wird Angela Merkel dennoch voraussichtlich bis 2021 weiterhin ausführen. Aus welchen Gründen sie sich zu diesem Schritt entschieden hat und was dies nun für die Zukunft Deutschlands bedeutet, erfahrt ihr in diesem Blogpost.

 

Wieso, weshalb, warum?

Schon seit längerer Zeit hat Merkel viel Kritik bezüglich ihrer Person und ihrer Politik über sich ergehen lassen müssen. Besonders parteiintern soll es Gegenwind gegeben haben, sodass die aktuelle Lage im Bundestag immer mehr in den Hintergrund rückte. Durch ihren Rücktritt wünscht sich Merkel, dass das Hauptaugenmerk wieder rein auf der Politik liegen wird. Des Weiteren haben CDU und CSU während der letzten Wahlen in Bayern und in Hessen schlechter abgeschnitten als üblich. Die Wählerschaft gibt zu erkennen, dass die Zeit für einen Machtwechsel in Deutschland gekommen ist.

 

Was bedeutet der Rücktritt nun für Deutschland?

Angela Merkel ist seit Februar 2000 die Parteivorsitzende der CDU und schon seit 13 Jahren unsere Bundeskanzlerin. Wenn ihr also im Jahr 2000 oder später geboren seid, habt ihr noch nie eine andere Person an der Parteispitze der CDU erlebt als Angela Merkel. Das ist eine ziemlich beeindruckende Leistung, dennoch spalten sich seit einiger Zeit die Geister der deutschen Bevölkerung gegenüber ihrer Politik und Regierungsweise. Diejenigen, die mit Merkel nicht mehr zufrieden sind, sind vor allem der Meinung, Merkel habe während der Flüchtlingskrise falsch gehandelt. Falls Merkel tatsächlich schon vorzeitig das Kanzleramt abgibt, wird es vermutlich zu Neuwahlen oder zumindest zu einer Neubildung der Koalitionen kommen. Da sie wahrscheinlich noch bis zu den Wahlen in 2021 unsere Bundeskanzlerin bleibt, wird sich für Deutschland zunächst nicht großartig viel verändern. Es wird allerdings ab Dezember 2018 einen neuen Parteivorsitzenden der CDU geben.

 

 

Wer wird ihr Amt übernehmen?

Für die Wahl zum Parteivorsitzenden der CDU stehen nun insgesamt 4 Nachfolger zur Auswahl. Einer der möglichen Nachfolger ist der aktuelle Gesundheitsminister Jens Spahn. Er ist jung und ein interner Kritiker Merkels, da er recht konservativ eingestellt ist. Friedrich Merz, derzeit als selbstständiger Anwalt tätig, ist ebenfalls wie Spahn eher rechts eingestellt und hatte schon bevor Merkel vor 18 Jahren zur Parteivorsitzenden wurde, einen hohen Rang in der CDU. Als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen ist auch Armin Lasche als Nachfolger im Gespräch. Er sieht sich als ein Merkel-Anhänger, bei dem somit keine Veränderungen zu erwarten wären. Als letztes steht noch die derzeitige Generalsekretärin Annegret Kamp-Karrenbauer zur Wahl. Wie Armin Lasche ist auch Kamp-Karrenbauer eine Anhängerin Merkels, bei der keine großen Veränderungen bezüglich der Regierung zu erwarten wären. Wer nun schließlich der Nachfolger Merkels wird, wird sich im Dezember entscheiden.

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