Ausbildung
Als Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten sorgst du dafür, dass Gebäude langfristig erhalten bleiben. Du schützt Holz und Bausubstanz vor Schäden durch Feuchtigkeit, Schädlinge, Pilze oder Umwelteinflüsse. Der Beruf verbindet handwerkliches Arbeiten mit technischem Know-how und ist besonders wichtig für die Sanierung, Instandhaltung und den Werterhalt von Häusern und Bauwerken. Wenn du praktisch arbeiten möchtest und Interesse an Bau, Materialien und Technik hast, bietet dir dieser Beruf spannende Perspektiven.
Fachkräfte für Holz- und Bautenschutzarbeiten analysieren Schäden an Gebäuden und Holzbauteilen. Dazu gehören zum Beispiel Feuchtigkeitsschäden, Schimmelbefall, Holz zerstörende Insekten oder Pilze. Du untersuchst die Ursachen der Schäden und entscheidest, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Bausubstanz zu sichern.
Ein zentraler Aufgabenbereich ist der vorbeugende und bekämpfende Holzschutz. Du behandelst Holzbauteile mit speziellen Schutzmitteln, dichtest Bauteile ab und schützt Gebäude vor eindringender Feuchtigkeit. Im Bautenschutz führst du Abdichtungsarbeiten an Kellern, Fundamenten oder Fassaden durch und sorgst dafür, dass Gebäude trocken und stabil bleiben.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese kannst du jedoch im Laufe der Ausbildung und deines Berufslebens weiter aufbauen und erweitern.
Für die Ausbildung zur Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten wird meist ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Wichtig sind handwerkliches Interesse, Zuverlässigkeit und körperliche Belastbarkeit. Gute Kenntnisse in Mathematik, Chemie oder Technik sind hilfreich. Ein Praktikum im Bau- oder Handwerksbereich kann dir den Einstieg erleichtern.
Nach der Ausbildung arbeitest du in Betrieben des Holz- und Bautenschutzes, bei Sanierungsfirmen, Bauunternehmen oder im Bereich Gebäudemanagement. Einsatzorte sind Baustellen im Neubau, bei Sanierungen sowie bei der Instandhaltung von Wohn- und Gewerbeimmobilien.
Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum Beispiel als Vorarbeiter:in, Techniker:in im Bauwesen oder durch eine Meisterqualifikation im Handwerk. Auch ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen oder Bautechnik kann dir zusätzliche Karrierechancen eröffnen. Mit Erfahrung ist auch der Schritt in die Selbstständigkeit möglich.
Dein Berufsalltag beginnt häufig mit der Begutachtung von Gebäuden und Bauteilen. Du misst Feuchtigkeit, prüfst Holz auf Schäden und dokumentierst den Zustand der Bausubstanz. Anschließend führst du Schutz- und Sanierungsmaßnahmen durch, etwa das Abdichten von Wänden, das Auftragen von Schutzmitteln oder das Austauschen beschädigter Bauteile.
Du arbeitest oft im Team, setzt Baupläne um und hältst Sicherheits- und Umweltvorschriften ein. Je nach Auftrag bist du im Innen- oder Außenbereich tätig und wechselst regelmäßig die Einsatzorte.
Während der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Ausbildungsjahr und Betrieb meist zwischen etwa 800 und 1.100 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von rund 2.600 bis 3.300 Euro brutto rechnen. Mit zunehmender Berufserfahrung, Weiterbildungen oder einer Meisterqualifikation sind höhere Gehälter möglich.
Als Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten trägst du aktiv zum Erhalt von Gebäuden und Werten bei. Der Beruf bietet dir abwechslungsreiche Aufgaben, gute Zukunftsaussichten und eine solide handwerkliche Grundlage. Wenn du gerne anpackst und Verantwortung für Bauwerke übernehmen möchtest, ist dieser Beruf eine stabile Wahl für deine berufliche Zukunft.