Ausbildung
Als Bergbautechnolog:in in der Fachrichtung Tiefbohrtechnik arbeitest du an der Gewinnung von Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas, Sole oder Geothermieenergie. Du bedienst und überwachst Bohranlagen, führst technische Messungen durch und stellst sicher, dass Bohrungen sicher, präzise und umweltgerecht ablaufen. Der Beruf ist hochgradig technisch und passt zu dir, wenn du Verantwortung übernehmen und mit komplexen Anlagen arbeiten möchtest.
Bergbautechnolog:innen der Fachrichtung Tiefbohrtechnik sind an der Planung, Durchführung und Überwachung von Bohrungen beteiligt. Du richtest Bohranlagen ein, steuerst Bohrprozesse und kontrollierst Bohrparameter wie Druck, Temperatur und Drehzahl. Ziel ist es, Bohrungen exakt nach Plan und unter höchsten Sicherheitsstandards durchzuführen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Überwachung von Mess- und Kontrollsystemen. Du wertest Daten aus, erkennst Abweichungen frühzeitig und greifst bei Störungen ein. Außerdem wirkst du bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Bohr- und Förderanlagen mit und dokumentierst alle technischen Abläufe.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese kannst du jedoch im Laufe der Ausbildung und deines Berufslebens weiter aufbauen und erweitern.
Für die Ausbildung als Bergbautechnolog:in wird in der Praxis meist ein Haupt- oder mittlerer Schulabschluss erwartet. Wichtig sind technisches Verständnis, körperliche und gesundheitliche Eignung sowie ein hohes Sicherheitsbewusstsein. Vor Ausbildungsbeginn ist häufig eine ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung erforderlich.
Nach der Ausbildung arbeitest du bei Energie- und Rohstoffunternehmen, in der Erdöl- und Erdgasförderung, in der Geothermie oder bei spezialisierten Bohrdienstleistern. Einsatzorte sind Bohrplätze an Land oder – je nach Unternehmen – auch Offshore-Anlagen.
Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum Beispiel als Industriemeister:in, Techniker:in oder durch Spezialisierungen in Bohrtechnik, Fördertechnik oder Arbeitssicherheit. Mit entsprechender Qualifikation sind auch leitende Funktionen oder technische Planungsaufgaben möglich.
Dein Berufsalltag besteht aus dem Einrichten und Überwachen von Bohranlagen, der Kontrolle von Messwerten, der Durchführung von Wartungsarbeiten und der Dokumentation aller Prozesse. Du arbeitest meist im Team und häufig im Schichtbetrieb, wobei Sicherheit stets oberste Priorität hat.
Während der Ausbildung liegt die Vergütung meist zwischen 1.000 und 1.300 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 3.200 bis 4.500 Euro brutto im Monat rechnen. Durch Schichtzulagen, Auslandseinsätze oder Weiterbildungen sind höhere Einkommen möglich.
Der Beruf Bergbautechnolog:in – Fachrichtung Tiefbohrtechnik verbindet moderne Hochtechnik mit Verantwortung für Energie und Umwelt. Wenn du präzise arbeiten, große Anlagen steuern und an der Rohstoff- und Energiegewinnung mitwirken möchtest, bietet dir dieser Beruf anspruchsvolle und sehr gut vergütete Perspektiven.