Ausbildung
Als Brunnenbauer:in sorgst du dafür, dass Wasser dort verfügbar ist, wo es gebraucht wird – zum Beispiel für Trinkwasser, Bewässerung, Industrie oder den Umweltschutz. Du arbeitest draußen, mit großen Maschinen und moderner Technik, oft direkt im Erdreich. Der Beruf verbindet handwerkliches Können, technisches Verständnis und Umweltbewusstsein. Wenn du gerne praktisch arbeitest und dich für Natur, Boden und Wasser interessierst, ist dieser Beruf eine spannende Option für deine Zukunft.
Das zentrale Aufgabenfeld von Brunnenbauer:innen ist das Erschließen, Fördern und Schützen von Grundwasser. Dazu gehören das Bohren von Brunnen für Trinkwasser, landwirtschaftliche Bewässerung oder industrielle Nutzung. Du analysierst Boden- und Gesteinsschichten, wählst passende Bohrverfahren aus und setzt Brunnenrohre sowie Filter ein.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist der Umweltschutz. Brunnenbauer:innen arbeiten daran, Grundwasser nachhaltig zu nutzen und vor Verunreinigungen zu schützen. Auch der Bau von Messstellen zur Überwachung des Grundwasserspiegels oder der Wasserqualität gehört dazu. Zusätzlich beschäftigst du dich mit der Wartung, Sanierung und dem Rückbau alter Brunnenanlagen.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Viele davon kannst du jedoch im Laufe der Ausbildung und deines Berufslebens weiter aufbauen und vertiefen.
Für die Ausbildung als Brunnenbauer:in wird in der Regel ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Gute Noten in Mathematik, Physik oder Technik sind von Vorteil. Ein Praktikum im Bau- oder Handwerksbereich kann deine Chancen erhöhen und hilft dir, einen realistischen Eindruck vom Beruf zu bekommen. Wichtig sind außerdem körperliche Fitness und die Bereitschaft, bei Wind und Wetter draußen zu arbeiten.
Nach der Ausbildung arbeitest du meist in Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmen. Weitere Einsatzfelder sind Bauunternehmen, Wasserwerke, Umwelt- und Ingenieurbüros oder Betriebe der Landwirtschaft und Industrie. Auch der internationale Einsatz ist möglich, zum Beispiel bei Projekten zur Wasserversorgung.
Zur Weiterbildung bieten sich Qualifikationen wie Vorarbeiter:in, Polier:in oder Meister:in im Brunnenbauer-Handwerk an. Mit entsprechender Schulbildung kannst du auch ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen, Geotechnik oder Umwelttechnik anschließen. Zudem gibt es Spezialisierungen, etwa im Bereich Geothermie oder Grundwasserschutz.
Dein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und findet überwiegend auf Baustellen statt. Du richtest Bohrgeräte ein, bedienst Maschinen und überwachst den Bohrvorgang. Dabei kontrollierst du regelmäßig die Bodenbeschaffenheit und passt die Technik an die Gegebenheiten an. Nach dem Bohren baust du die Brunnenauskleidung ein, montierst Pumpen und führst Fördertests durch.
Zusätzlich dokumentierst du deine Arbeit, misst Wasserstände und überprüfst die Qualität des geförderten Wassers. Wartungs- und Reparaturarbeiten an bestehenden Brunnen gehören ebenso dazu wie das Einhalten von Sicherheits- und Umweltschutzvorschriften.
Während der Ausbildung liegt die Ausbildungsvergütung je nach Lehrjahr und Betrieb ungefähr zwischen 900 und 1.200 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.500 bis 3.200 Euro brutto rechnen. Mit Berufserfahrung, Weiterbildungen oder einer Meisterqualifikation sind auch höhere Gehälter möglich.
Als Brunnenbauer:in arbeitest du an einer der wichtigsten Ressourcen überhaupt: Wasser. Wenn du Technik, Natur und handwerkliche Arbeit verbinden möchtest und einen Beruf mit Zukunft suchst, bietet dir dieser Weg sichere Perspektiven und abwechslungsreiche Aufgaben.
