Ausbildung
Als Fachpraktiker:in im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau gestaltest und pflegst du Außenanlagen – Gärten, Parks, Grünflächen, Sportplätze und öffentliche Anlagen. Du hilfst dabei, Rasenflächen anzulegen, Wege zu pflastern, Bäume und Sträucher zu pflanzen und Außenbereiche zu gestalten, die Menschen Freude machen und die Umwelt bereichern. Dieser Beruf ist körperlich aktiv, findet überwiegend draußen statt und verbindet handwerkliche Arbeit mit einem Gefühl für Natur und Gestaltung. Die Ausbildung ist speziell auf Menschen zugeschnitten, die besondere Unterstützung beim Lernen benötigen, und begleitet dich Schritt für Schritt durch alle wichtigen Tätigkeiten.
Der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau – kurz GaLaBau – umfasst alle Arbeiten rund um die Gestaltung und Pflege von Außenanlagen. Als Fachpraktiker:in lernst du die grundlegenden Tätigkeiten, die auf Baustellen und bei Pflegeaufträgen täglich anfallen. Ein zentrales Aufgabenfeld ist die Anlage von Grün- und Pflanzflächen. Du lernst, Böden vorzubereiten, Mutterboden aufzutragen, Rasen anzusäen oder zu verlegen und Sträucher, Stauden und Bäume zu pflanzen. Du lernst, wie man Pflanzlöcher richtig aushält, Wurzelballen einpflanzt und Pflanzen nach der Pflanzung richtig wässert und pflegt.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Anlegen von Wegen, Terrassen und Plätzen. Du lernst, wie Untergrund vorbereitet wird, wie Pflastersteine, Gehwegplatten oder Kies verlegt werden und wie man Kanten und Einfassungen setzt. Auch das Anlegen von einfachen Entwässerungssystemen, das Setzen von Zäunen und Mauerelementen sowie das Aufstellen von einfachen Holzkonstruktionen wie Rankgittern oder Hochbeeten gehören dazu.
Im Bereich Pflege von Außenanlagen lernst du, Rasenflächen zu mähen und zu pflegen, Hecken zu schneiden, Laub zu entfernen, Beete zu jäten und Außenanlagen in den verschiedenen Jahreszeiten instand zu halten. Du lernst außerdem, Geräte und Maschinen wie Rasenmäher, Freischneider und Heckenscheren sicher zu bedienen und zu pflegen. Sportplätze erfordern dabei besondere Pflege – du lernst, wie Rasenspielfelder und Laufbahnen richtig gewartet werden.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese kannst du jedoch im Laufe der Ausbildung und deines Berufslebens weiter aufbauen und erweitern.
Die Ausbildung zur Fachpraktiker:in im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau ist eine zweijährige Berufsausbildung nach § 66 Berufsbildungsgesetz (BBiG) und § 42r Handwerksordnung (HwO). Sie richtet sich an Menschen, die aufgrund einer Behinderung die reguläre Ausbildung zur Fachkraft im GaLaBau (drei Jahre) nicht oder nur mit erheblichen Schwierigkeiten absolvieren können. Einen bestimmten Schulabschluss brauchst du formal nicht – ein Förderschulabschluss oder ein einfacher Hauptschulabschluss reicht in der Regel aus. Körperliche Eignung ist besonders wichtig: Du solltest in der Lage sein, schwere Materialien zu tragen, zu schaufeln und zu graben sowie bei jedem Wetter draußen zu arbeiten. Ein Führerschein ist kein formales Muss, aber in vielen Betrieben von Vorteil. Du bewirbst dich bei GaLaBau-Betrieben, Kommunen mit eigenen Grünflächenteams oder Berufsbildungswerken. Die Berufsschule begleitet die Ausbildung fachlich und ist auf den Förderbereich ausgerichtet.
Nach der Ausbildung arbeitest du bei GaLaBau-Betrieben, bei kommunalen Bauhöfen und Grünflächenämtern, bei Sportstättenbetreuern, in Parks und Freizeitanlagen oder in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, die Pflegeaufträge für Außenanlagen übernehmen. GaLaBau-Fachkräfte werden bundesweit gesucht – der Bedarf an gepflegten Grünflächen, barrierefreien Außenanlagen und gut gepflegten Sportplätzen wächst stetig.
Wer nach der Ausbildung merkt, dass er oder sie mehr leisten kann, hat die Möglichkeit, durch eine Externenprüfung oder Anrechnung von Ausbildungszeiten in Richtung der regulären Ausbildung zur Fachkraft im GaLaBau weiterzugehen. Auch Weiterbildungen in verwandten Bereichen – etwa in der Friedhofsgärtnerei, im Sportplatzbau oder in der naturnahen Grünflächengestaltung – sind möglich. Die Agentur für Arbeit und das Integrationsamt helfen dabei, den richtigen nächsten Schritt zu finden.
Dein Arbeitsalltag beginnt auf dem Betriebshof – du lädst Werkzeug, Maschinen und Materialien aufs Fahrzeug und fährst mit deinem Team zur Baustelle oder zum Pflegeobjekt. Je nach Auftrag pflanzt du Sträucher, verlegst Pflastersteine, mähst Rasenflächen, schneidest Hecken oder räumst Herbstlaub. Die Arbeit verändert sich mit den Jahreszeiten: Im Frühjahr stehen Neupflanzungen und Ansaaten an, im Sommer Mäharbeiten und Pflege, im Herbst Rückschnitt und Einwinterung, im Winter kleinere Instandhaltungsarbeiten und Maschinenpflege.
Du arbeitest körperlich anspruchsvoll – du schaufelst, trägst, kniets und stehst viel. Das Wetter spielt dabei immer eine Rolle: An heißen Tagen ist die Arbeit schweißtreibend, bei Regen oder Kälte brauchst du gute Kleidung und Durchhaltevermögen. Dafür siehst du am Ende eines Arbeitstages, was entstanden ist – ein frisch gepflasterter Weg, ein neu angelegter Garten oder ein ordentlich gemähter Rasen. Das macht die körperliche Anstrengung mehr als wett und gibt ein echtes Gefühl von Leistung.
Während der zweijährigen Ausbildung erhältst du eine Ausbildungsvergütung, die je nach Betrieb und Tarif zwischen etwa 550 und 850 Euro brutto im Monat liegen kann – der GaLaBau gehört zu den besser vergütenden Ausbildungsberufen im Grünbereich. In Berufsbildungswerken oder sozialen Einrichtungen kann die Vergütung abweichen – frag direkt beim Ausbildungsbetrieb nach. Nach der Ausbildung richtet sich dein Gehalt nach dem geltenden Rahmentarifvertrag im GaLaBau. Einsteiger:innen können mit einem Gehalt von etwa 1.900 bis 2.400 Euro brutto rechnen, je nach Region und Betrieb. In kommunalen Betrieben mit Tarifbindung sind die Gehälter oft verlässlich und stabil. Menschen mit Schwerbehinderung haben Anspruch auf bestimmte Förderungen und Nachteilsausgleiche – die Agentur für Arbeit und das Integrationsamt helfen dir, die passenden Unterstützungsangebote zu finden.
Als Fachpraktiker:in im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau schaffst du Orte, die Menschen täglich nutzen und genießen – Parks, Gärten, Spielplätze, Sportfelder. Deine Arbeit ist sichtbar, haltbar und Teil des öffentlichen Lebens. Wenn du gerne draußen bist, anpackst und einen Beruf suchst, dessen Ergebnisse lange Bestand haben und anderen Menschen etwas bedeuten, ist der GaLaBau ein kraftvoller und lohnender Einstieg in die Arbeitswelt.