Ausbildung
Als Fachpraktiker:in Informationstechnik arbeitest du mit Computern, Netzwerken und digitalen Geräten. Du hilfst dabei, IT-Systeme einzurichten, zu pflegen und einfache technische Probleme zu lösen – zum Beispiel einen Drucker anzuschließen, ein Betriebssystem neu aufzusetzen oder Kabel und Geräte in einem Büro zu verkabeln. Dieser Beruf ist technisch, abwechslungsreich und ideal für dich, wenn du Computer liebst, gerne Probleme löst und Freude daran hast, wenn Technik wieder funktioniert. Die Ausbildung ist speziell auf Menschen zugeschnitten, die besondere Unterstützung beim Lernen benötigen, und begleitet dich Schritt für Schritt durch alle wichtigen Grundlagen der IT.
In der Informationstechnik dreht sich alles darum, digitale Geräte und Systeme zum Laufen zu bringen und am Laufen zu halten. Als Fachpraktiker:in lernst du die wichtigsten Grundaufgaben, die in einem IT-Betrieb oder in der IT-Abteilung eines Unternehmens täglich anfallen. Ein zentrales Aufgabenfeld ist die Einrichtung und Pflege von Computern und Peripheriegeräten. Du lernst, wie Betriebssysteme wie Windows installiert und konfiguriert werden, wie Drucker, Scanner und andere Geräte angeschlossen und eingerichtet werden und wie Updates und Sicherheitssoftware installiert werden.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Netzwerktechnik. Du lernst, wie Netzwerkkabel verlegt und angeschlossen werden, wie Router und Switches konfiguriert werden und wie einfache Netzwerkprobleme – zum Beispiel keine Internetverbindung oder ein nicht erreichbarer Drucker – erkannt und behoben werden. Du lernst außerdem, wie WLAN-Verbindungen eingerichtet werden und wie man prüft, ob ein Gerät korrekt im Netzwerk eingebunden ist.
Darüber hinaus lernst du, wie man einfache Aufgaben im Benutzer-Support erledigt – also Kolleg:innen oder Kund:innen bei IT-Problemen hilft, ihnen erklärt, was zu tun ist, und einfache Fehler behebt. Du lernst außerdem, wie man Arbeitsschritte dokumentiert, Störungsmeldungen aufnimmt und an Kolleg:innen weiterleitet, wenn ein Problem zu komplex ist. Datenschutz und IT-Sicherheit – also der verantwortungsvolle Umgang mit Passwörtern, Benutzerdaten und sensiblen Informationen – sind dabei immer wichtige Themen.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese kannst du jedoch im Laufe der Ausbildung und deines Berufslebens weiter aufbauen und erweitern.
Die Ausbildung zur Fachpraktiker:in Informationstechnik ist eine zweijährige Berufsausbildung nach § 66 Berufsbildungsgesetz (BBiG). Sie richtet sich an Menschen, die aufgrund einer Behinderung eine reguläre IT-Ausbildung – etwa als Fachinformatiker:in oder IT-Systemelektroniker:in (jeweils drei Jahre) – nicht oder nur mit erheblichen Schwierigkeiten absolvieren können. Einen bestimmten Schulabschluss brauchst du formal nicht – ein Förderschulabschluss oder ein einfacher Hauptschulabschluss reicht in der Regel aus. Wichtig sind grundlegendes technisches Interesse, Computergrundkenntnisse und Lernbereitschaft. Du bewirbst dich bei IT-Betrieben, EDV-Dienstleistern, IT-Abteilungen größerer Unternehmen oder Berufsbildungswerken, die diese Ausbildung anbieten. Die Berufsschule begleitet die Ausbildung fachlich und ist auf den Förderbereich ausgerichtet.
Nach der Ausbildung arbeitest du in IT-Serviceunternehmen, in IT-Abteilungen von Unternehmen, in Computerfachgeschäften, im technischen Support bei Behörden oder in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, die IT-Serviceleistungen anbieten. IT-Fachkräfte werden in allen Branchen gesucht – jedes Unternehmen, jede Behörde und jede Schule braucht jemanden, der sich um die Technik kümmert.
Wer sich weiterentwickeln möchte, hat die Möglichkeit, durch Weiterbildungen in Bereichen wie IT-Support, Netzwerkadministration oder Datenschutz weitere Qualifikationen zu erwerben. Auch der Weg in Richtung einer regulären IT-Ausbildung – etwa als Fachinformatiker:in Systemintegration – ist über eine Externenprüfung oder Anrechnung möglich. IT ist ein Bereich, in dem man viel durch selbstständiges Lernen und Üben weiterkommen kann – das ist eine besondere Stärke dieses Berufsfeldes. Die Agentur für Arbeit und das Integrationsamt helfen dabei, die richtigen nächsten Schritte zu finden.
Dein Arbeitsalltag spielt sich überwiegend drinnen ab – an einem Arbeitsplatz in einer IT-Abteilung, einer Werkstatt oder einem Serviceraum. Du richtest Computer ein, installierst Programme, schließt Geräte an und kümmerst dich darum, dass alles läuft. Wenn Probleme gemeldet werden – ein Computer startet nicht, ein Drucker druckt nicht, das Internet ist weg – gehst du der Sache nach, analysierst das Problem und behebst es Schritt für Schritt.
Du dokumentierst deine Arbeit, hältst Störungen fest und gibst komplexe Fälle an erfahrenere Kolleg:innen weiter. Du kommunizierst mit Menschen, die manchmal wenig von Technik verstehen, und erklärst ihnen verständlich, was passiert ist und was du gemacht hast. Der Arbeitsalltag ist ruhig und strukturiert – mit geregelten Arbeitszeiten und klaren Aufgaben. Gleichzeitig bringt jedes neue Problem eine neue Herausforderung mit sich, die dich auf Trab hält.
Während der zweijährigen Ausbildung erhältst du eine Ausbildungsvergütung, die je nach Betrieb und Tarif zwischen etwa 550 und 850 Euro brutto im Monat liegen kann. In IT-Unternehmen, die nach Tarif zahlen, kann die Vergütung höher ausfallen. In Berufsbildungswerken oder sozialen Einrichtungen kann sie abweichen – informiere dich direkt beim Ausbildungsbetrieb. Nach der Ausbildung richtet sich dein Gehalt nach dem jeweiligen Betrieb. Einsteiger:innen können mit einem Gehalt von etwa 1.900 bis 2.500 Euro brutto rechnen – IT-Berufe gehören branchenübergreifend zu den besser vergüteten Tätigkeitsfeldern. Mit wachsender Erfahrung und Weiterbildungen steigt das Einkommenspotenzial deutlich. Menschen mit Schwerbehinderung haben Anspruch auf Förderungen und Nachteilsausgleiche – die Agentur für Arbeit und das Integrationsamt helfen dir, die passenden Unterstützungsangebote zu finden.
Als Fachpraktiker:in Informationstechnik arbeitest du in einem Bereich, der in jeder Branche gebraucht wird und der sich ständig weiterentwickelt. Deine Arbeit hält die digitale Welt am Laufen – und das ist heute wichtiger denn je. Wenn du technikbegeistert bist, gerne Probleme löst und in einem Beruf arbeiten möchtest, der dir täglich neue Herausforderungen und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten bietet, ist die Ausbildung zur Fachpraktiker:in Informationstechnik ein smarter und zukunftssicherer Einstieg in die Arbeitswelt.