Ausbildung
Als Lacklaborant:in entwickelst und prüfst du Lacke, Farben und Beschichtungsstoffe. Du arbeitest im Labor und untersuchst, wie sich Materialien auf unterschiedlichen Oberflächen verhalten. Der Beruf verbindet Chemie, Technik und Qualitätskontrolle.
Lacklaborant:innen entwickeln neue Lacke und Beschichtungssysteme oder verbessern bestehende Produkte. Du mischst Rohstoffe nach bestimmten Rezepturen und prüfst Eigenschaften wie Farbton, Glanzgrad, Haftung oder Widerstandsfähigkeit.
Im Labor führst du physikalische und chemische Tests durch, beispielsweise zur Beständigkeit gegenüber Hitze, Feuchtigkeit oder Chemikalien. Du dokumentierst Ergebnisse und wertest Messdaten aus. Auch Umwelt- und Sicherheitsaspekte spielen eine wichtige Rolle, etwa bei der Entwicklung emissionsarmer Produkte.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese entwickelst du im Laufe der Ausbildung weiter.
Für die Ausbildung als Lacklaborant:in wird meist ein mittlerer Schulabschluss oder die Hochschulreife erwartet. Gute Leistungen in Chemie, Mathematik und Physik sind besonders wichtig. Genauigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Interesse an naturwissenschaftlichen Themen sind zentrale Voraussetzungen. Ein Praktikum in einem Labor oder Chemiebetrieb kann dir den Einstieg erleichtern.
Nach der Ausbildung arbeitest du in Unternehmen der Lack- und Farbenindustrie oder in Entwicklungs- und Prüflaboren. Dein Arbeitsplatz befindet sich überwiegend im Labor, teilweise auch in Produktionsbereichen.
Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen beispielsweise als Industriemeister:in Chemie oder als Techniker:in im Bereich Chemietechnik. Auch ein Studium der Chemie oder Verfahrenstechnik ist möglich. Mit Erfahrung kannst du verantwortliche Positionen in Forschung und Entwicklung übernehmen.
Dein Berufsalltag beginnt mit der Vorbereitung von Versuchsreihen. Du wiegst Rohstoffe ab, mischst Proben und stellst Testbeschichtungen her.
Anschließend prüfst du Eigenschaften wie Trocknungszeit, Farbwirkung oder Widerstandsfähigkeit. Du dokumentierst deine Ergebnisse sorgfältig und vergleichst sie mit vorgegebenen Qualitätsstandards. Präzision ist entscheidend, da deine Arbeit die Grundlage für marktfähige Produkte bildet.
Während der Ausbildung liegt die Vergütung meist zwischen etwa 1.000 und 1.200 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von rund 3.000 bis 3.800 Euro brutto rechnen. Mit Berufserfahrung oder Weiterbildungen sind höhere Einkommen möglich.
Als Lacklaborant:in trägst du dazu bei, dass Oberflächen geschützt und optisch gestaltet werden. Wenn du Chemie, Technik und präzises Arbeiten verbinden möchtest, bietet dir dieser Beruf eine zukunftsorientierte Perspektive in der Industrie.