Ausbildung
Als Schädlingsbekämpfer:in sorgst du dafür, dass Menschen, Gebäude und Betriebe vor gesundheitsschädlichen oder materialschädigenden Schädlingen geschützt werden. Du bekämpfst zum Beispiel Insekten, Nagetiere oder Holzschädlinge und berätst Kund:innen zu Prävention und Hygiene. Der Beruf ist praxisnah, verantwortungsvoll und ideal für dich, wenn du naturwissenschaftliches Interesse hast und gerne selbstständig arbeitest.
Schädlingsbekämpfer:innen analysieren Schädlingsbefall in Wohnhäusern, Betrieben, Lagerhallen oder öffentlichen Einrichtungen. Du bestimmst die Schädlingsart, beurteilst das Ausmaß des Befalls und wählst geeignete Bekämpfungsmethoden aus. Dabei arbeitest du mit mechanischen, biologischen oder chemischen Verfahren.
Ein wichtiger Teil deiner Arbeit ist die Prävention. Du berätst Kund:innen zu Hygiene, baulichen Maßnahmen und vorbeugendem Schutz, um erneuten Befall zu vermeiden. Außerdem dokumentierst du Einsätze, hältst gesetzliche Vorgaben ein und gehst verantwortungsvoll mit Bioziden und Arbeitsmitteln um.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese kannst du jedoch im Laufe der Ausbildung und deines Berufslebens weiter aufbauen und erweitern.
Für die Ausbildung als Schädlingsbekämpfer:in ist kein bestimmter Schulabschluss gesetzlich vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe häufig einen Haupt- oder mittleren Schulabschluss. Wichtig sind Zuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung und Verantwortungsbewusstsein. Ein Praktikum im Handwerks- oder Dienstleistungsbereich ist von Vorteil.
Nach der Ausbildung arbeitest du in Schädlingsbekämpfungsbetrieben, bei Dienstleistungsunternehmen, in der Lebensmittelindustrie, im Gesundheitswesen oder im öffentlichen Bereich. Einsatzorte sind Wohnungen, Betriebe, Lagerhallen, Hotels oder Krankenhäuser.
Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum Beispiel als geprüfte:r Schädlingsbekämpfermeister:in, durch Spezialisierungen im Bereich Holz- und Bautenschutz oder durch Qualifikationen im Hygienemanagement. Mit Erfahrung kannst du auch einen eigenen Betrieb gründen.
Dein Berufsalltag besteht aus der Begutachtung von Befallsstellen, der Durchführung von Bekämpfungsmaßnahmen und der Beratung von Kund:innen. Du arbeitest häufig allein, bist viel unterwegs und hältst dich streng an Sicherheits- und Umweltauflagen.
Auch die Vorbereitung von Materialien, das Tragen von Schutzkleidung und die Dokumentation deiner Einsätze gehören zu deinem Alltag.
Während der Ausbildung liegt die Vergütung meist zwischen 900 und 1.150 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.700 bis 3.600 Euro brutto im Monat rechnen. Mit Berufserfahrung, Spezialisierung oder Selbstständigkeit sind höhere Einkommen möglich.
Der Beruf Schädlingsbekämpfer:in verbindet Verantwortung, Fachwissen und praktisches Arbeiten. Wenn du Menschen schützen, Schäden verhindern und umweltbewusst handeln möchtest, bietet dir dieser Beruf sichere und vielseitige Perspektiven im Dienstleistungs- und Gesundheitsbereich.