Ausbildung
Als Verfahrenstechnolog:in Metall der Fachrichtung Eisen- und Stahlmetallurgie steuerst und überwachst du die Herstellung von Eisen und Stahl. Du arbeitest in Hüttenwerken und Stahlwerken und sorgst dafür, dass aus Rohstoffen wie Eisenerz oder Schrott hochwertige Metallprodukte entstehen. Der Beruf verbindet Technik, Chemie und moderne Produktionsanlagen.
Verfahrenstechnolog:innen Metall überwachen und steuern Produktionsprozesse in Hochöfen, Konvertern oder Gießanlagen. Du kontrollierst Temperaturen, Zusammensetzungen und Abläufe, damit die gewünschte Stahlqualität erreicht wird.
Dabei analysierst du Proben, überprüfst chemische Werte und passt Prozesse bei Bedarf an. Du bedienst computergesteuerte Anlagen, dokumentierst Produktionsdaten und stellst sicher, dass Umwelt- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Auch Wartungsarbeiten und Qualitätskontrollen gehören zu deinen Aufgaben.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese kannst du jedoch im Laufe der Ausbildung und deines Berufslebens weiter ausbauen.
Für die Ausbildung als Verfahrenstechnolog:in Metall wird meist ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Gute Leistungen in Mathematik, Physik und Chemie sind hilfreich. Technisches Interesse, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft zur Schichtarbeit sind wichtige Voraussetzungen. Ein Praktikum in einem Industriebetrieb kann dir den Einstieg erleichtern.
Nach der Ausbildung arbeitest du in Stahlwerken, Hüttenbetrieben oder in der metallverarbeitenden Industrie. Du bist Teil großer Produktionsanlagen und arbeitest eng mit Ingenieur:innen und Fachkräften zusammen.
Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen zum Beispiel als Industriemeister:in Metall oder als Techniker:in im Bereich Metallurgie. Auch ein Studium im Maschinenbau oder in Werkstofftechnik kann dir zusätzliche Karrierechancen eröffnen. Mit Erfahrung kannst du Leitungsaufgaben in der Produktion übernehmen.
Dein Berufsalltag findet in Produktionshallen und Leitständen statt. Du überwachst Prozesse an Monitoren, kontrollierst Anlagen vor Ort und führst Qualitätsprüfungen durch. Bei Abweichungen greifst du ein und passt Einstellungen an.
Zusätzlich dokumentierst du Produktionsdaten, unterstützt bei Wartungsarbeiten und arbeitest im Team an einem reibungslosen Ablauf der Stahlherstellung. Sicherheit hat dabei oberste Priorität.
Während der Ausbildung liegt die Vergütung – je nach Tarifvertrag – meist zwischen etwa 1.000 und 1.300 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von rund 3.000 bis 4.000 Euro brutto rechnen. Mit Berufserfahrung, Schichtzulagen oder Weiterbildungen sind höhere Einkommen möglich.
Als Verfahrenstechnolog:in Metall der Fachrichtung Eisen- und Stahlmetallurgie bist du an der Herstellung eines zentralen Werkstoffs beteiligt. Wenn du Technik, Chemie und industrielle Prozesse verbinden möchtest, bietet dir dieser Beruf eine anspruchsvolle und zukunftsorientierte Perspektive in der Metallindustrie.