Ausbildung
Als Verfahrenstechnolog:in in der Mühlen- und Getreidewirtschaft mit der Fachrichtung Agrarlager sorgst du dafür, dass Getreide und andere Agrarrohstoffe fachgerecht angenommen, gelagert und für die Weiterverarbeitung vorbereitet werden. Du arbeitest an der Schnittstelle von Landwirtschaft, Technik und Qualitätssicherung. Der Beruf ist praxisnah, technisch geprägt und ideal für dich, wenn du Verantwortung für Lebensmittelrohstoffe übernehmen möchtest.
Im Agrarlager übernimmst du die Annahme von Getreide, Ölsaaten oder Futtermitteln. Du prüfst Qualität, Feuchtegehalt und Reinheit der Ware, entnimmst Proben und dokumentierst Ergebnisse. Anschließend steuerst du die Einlagerung in Silos oder Lagerhallen und überwachst die Lagerbedingungen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Lagertechnik. Du bedienst und überwachst Förderanlagen, Trocknungs- und Belüftungssysteme und sorgst dafür, dass die Ware optimal gelagert bleibt. Auch Schädlingsprävention, Arbeitssicherheit und Hygiene spielen eine zentrale Rolle, da die Qualität der Rohstoffe entscheidend für die spätere Verarbeitung ist.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese kannst du jedoch im Laufe der Ausbildung und deines Berufslebens weiter aufbauen und erweitern.
Für die Ausbildung als Verfahrenstechnolog:in Mühlen- und Getreidewirtschaft – Fachrichtung Agrarlager – wird in der Regel ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Wichtig sind technisches Interesse, Verantwortungsbewusstsein und Bereitschaft zur Arbeit im Schichtbetrieb während der Erntezeiten. Ein Praktikum in einem Agrarbetrieb, Lager oder Mühlenunternehmen ist von Vorteil.
Nach der Ausbildung arbeitest du in Agrarlagern, Genossenschaften, Mühlenbetrieben, Futtermittelwerken oder bei landwirtschaftlichen Handelsunternehmen. Einsatzbereiche sind Annahme, Lagersteuerung, Qualitätssicherung oder Technik.
Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum Beispiel als Industriemeister:in Mühlen- und Getreidewirtschaft, Techniker:in für Agrartechnik oder durch ein Studium im Bereich Agrarwirtschaft, Lebensmitteltechnologie oder Verfahrenstechnik. Mit Erfahrung kannst du leitende Funktionen im Lager- oder Qualitätsmanagement übernehmen.
Dein Berufsalltag besteht aus der Annahme und Kontrolle von Agrarrohstoffen, dem Bedienen von Förder- und Lagersystemen sowie der Überwachung von Lagerbedingungen. Du führst Messungen durch, dokumentierst Ergebnisse und greifst bei Abweichungen ein, um Qualitätsverluste zu vermeiden.
Auch Wartungsarbeiten an Anlagen, Reinigungsmaßnahmen und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gehören zu deinem Alltag.
Während der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Ausbildungsjahr meist zwischen 850 und 1.150 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.600 bis 3.400 Euro brutto rechnen. Mit Berufserfahrung, Schichtzulagen oder Weiterbildungen sind höhere Einkommen möglich.
Der Beruf Verfahrenstechnolog:in Mühlen- und Getreidewirtschaft – Fachrichtung Agrarlager – ist verantwortungsvoll und zukunftssicher. Wenn du technische Abläufe mit landwirtschaftlichem Know-how verbinden möchtest und Wert auf Qualität legst, bietet dir dieser Beruf starke Perspektiven in der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft.