Ausbildung
Als Wasserbauer:in arbeitest du dort, wo Bauwesen und Natur aufeinandertreffen. Du baust, sicherst und unterhältst Wasserwege, Ufer, Deiche und Küstenanlagen. Deine Arbeit schützt Menschen, Umwelt und Infrastruktur vor Hochwasser und sorgt dafür, dass Flüsse, Kanäle und Häfen sicher genutzt werden können. Der Beruf ist handwerklich, technisch und oft im Freien – ideal für dich, wenn du gerne draußen arbeitest und Verantwortung übernehmen möchtest.
Wasserbauer:innen errichten und instand halten Bauwerke an und in Gewässern. Dazu gehören Uferbefestigungen, Buhnen, Schleusen, Wehre, Deiche und Hafenanlagen. Du arbeitest mit Beton, Holz, Stahl und Naturstein und setzt Baupläne praktisch um.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Hochwasser- und Küstenschutz. Du sicherst Deiche, reparierst Schäden nach Sturm oder Hochwasser und führst Unterhaltungsarbeiten an Flüssen und Kanälen durch. Dabei achtest du auch auf ökologische Aspekte, etwa den Schutz von Lebensräumen und den naturnahen Wasserbau.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese kannst du jedoch im Laufe der Ausbildung und deines Berufslebens weiter aufbauen und erweitern.
Für die Ausbildung als Wasserbauer:in ist kein bestimmter Schulabschluss gesetzlich vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe meist einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss. Wichtig sind körperliche Fitness, handwerkliches Geschick und Interesse am Bauwesen. Ein Praktikum im Bau- oder Wasserbau ist sehr empfehlenswert.
Nach der Ausbildung arbeitest du bei Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltungen, Bauunternehmen im Wasser- und Tiefbau oder bei öffentlichen Betrieben. Einsatzorte sind Flüsse, Kanäle, Küsten, Häfen oder Baustellen im Hochwasserschutz.
Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum Beispiel als Wasserbaumeister:in, Polier:in, Techniker:in für Bautechnik oder durch ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen oder Wasserwirtschaft. Mit Erfahrung kannst du auch leitende Aufgaben übernehmen.
Dein Berufsalltag besteht aus Bau- und Reparaturarbeiten an Wasserbauwerken, dem Bedienen von Maschinen sowie der Sicherung von Baustellen. Du misst Bauteile aus, betonierst Fundamente, setzt Uferbefestigungen und kontrollierst bestehende Anlagen.
Auch Wartungsarbeiten, Notfalleinsätze bei Hochwasser und die Einhaltung von Umwelt- und Sicherheitsvorschriften gehören zu deinem Alltag.
Während der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Ausbildungsjahr meist zwischen 850 und 1.200 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.800 bis 3.800 Euro brutto rechnen. Im öffentlichen Dienst oder mit Weiterbildungen sind höhere Einkommen möglich.
Der Beruf Wasserbauer:in verbindet Bauhandwerk, Technik und Umweltschutz. Wenn du gerne draußen arbeitest, praktische Aufgaben übernimmst und einen wichtigen Beitrag zum Hochwasser- und Küstenschutz leisten möchtest, bietet dir dieser Beruf sichere und sinnvolle Zukunftsperspektiven.