Ausbildung
Als Werkstoffprüfer:in in der Fachrichtung Kunststofftechnik prüfst und analysierst du Kunststoffe und Kunststoffbauteile, bevor sie in Produkten eingesetzt werden. Du sorgst dafür, dass Materialien belastbar, sicher und normgerecht sind. Der Beruf ist naturwissenschaftlich-technisch geprägt und ideal für dich, wenn du genau arbeitest und Interesse an Materialien, Technik und Laborarbeit hast.
In der Kunststofftechnik untersuchst du Werkstoffe und Bauteile auf ihre mechanischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften. Du führst Prüfungen wie Zug-, Druck-, Biege- oder Schlagversuche durch und analysierst, wie sich Kunststoffe unter Belastung, Hitze oder Kälte verhalten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Qualitätskontrolle in der Produktion. Du entnimmst Proben, wertest Messergebnisse aus und vergleichst sie mit Normen und technischen Vorgaben. Bei Abweichungen suchst du nach Ursachen und unterstützt bei der Optimierung von Materialien oder Herstellungsprozessen.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese kannst du jedoch im Laufe der Ausbildung und deines Berufslebens weiter aufbauen und erweitern.
Für die Ausbildung als Werkstoffprüfer:in – Fachrichtung Kunststofftechnik – wird in der Regel ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Gute Kenntnisse in Mathematik, Chemie und Physik sind wichtig. Außerdem solltest du sorgfältig arbeiten können und Interesse an Labor- und Prüfarbeit mitbringen. Ein Praktikum im Labor- oder Industriebereich ist von Vorteil.
Nach der Ausbildung arbeitest du in Kunststoff verarbeitenden Betrieben, Prüflaboren, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen oder in der Qualitätssicherung von Industrieunternehmen. Typische Branchen sind Automobilindustrie, Medizintechnik, Verpackungsindustrie oder Maschinenbau.
Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum Beispiel als Techniker:in für Kunststofftechnik, Industriemeister:in Kunststoff und Kautschuk oder durch ein Studium im Bereich Materialwissenschaften, Kunststofftechnik oder Chemieingenieurwesen. Mit Erfahrung kannst du auch leitende Aufgaben in der Qualitätssicherung übernehmen.
Dein Berufsalltag besteht aus der Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen, dem Bedienen von Mess- und Prüfgeräten sowie der Auswertung von Ergebnissen. Du erstellst Prüfberichte, dokumentierst Abweichungen und arbeitest eng mit Produktion, Entwicklung oder Qualitätssicherung zusammen.
Auch die Kalibrierung von Geräten, die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und die Mitarbeit an Verbesserungsprojekten gehören zu deinen Aufgaben.
Während der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Ausbildungsjahr meist zwischen 900 und 1.100 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.700 bis 3.600 Euro brutto rechnen. Mit Berufserfahrung, Spezialisierung oder Weiterbildungen sind höhere Gehälter möglich.
Der Beruf Werkstoffprüfer:in – Fachrichtung Kunststofftechnik – verbindet naturwissenschaftliche Analyse mit industrieller Praxis. Wenn du Materialien verstehen, prüfen und verbessern möchtest, bietet dir dieser Beruf sichere Perspektiven in modernen Zukunftsbranchen.