Ausbildung
Als Mikrotechnolog:in stellst du winzige Bauteile und Systeme her, die zum Beispiel in Smartphones, Autos oder medizinischen Geräten eingesetzt werden. Du arbeitest im Reinraum mit hochmodernen Anlagen und fertigst Strukturen, die oft nur wenige Mikrometer groß sind. Der Beruf verbindet Technik, Physik, Chemie und präzise Prozesssteuerung.
Mikrotechnolog:innen fertigen mikroskopisch kleine Strukturen auf Halbleitern oder anderen Trägermaterialien. Du arbeitest mit Verfahren wie Fotolithografie, Ätzen, Beschichten oder Dotieren.
Dabei steuerst du computergestützte Produktionsanlagen, überwachst Prozessparameter und prüfst die Qualität der Bauteile. Du analysierst Messdaten, erkennst Fehlerquellen und optimierst Abläufe. Sauberkeit und Präzision sind besonders wichtig, da selbst kleinste Verunreinigungen Bauteile unbrauchbar machen können.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese entwickelst du im Laufe der Ausbildung weiter.
Für die Ausbildung als Mikrotechnolog:in wird meist ein mittlerer Schulabschluss oder die Hochschulreife erwartet. Gute Leistungen in Mathematik, Physik und Chemie sind besonders wichtig. Technisches Interesse, Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein sind zentrale Voraussetzungen. Ein Praktikum in einem Technologieunternehmen kann dir den Einstieg erleichtern.
Nach der Ausbildung arbeitest du in Unternehmen der Halbleiterindustrie, Medizintechnik oder Sensorik. Dein Arbeitsplatz befindet sich häufig im Reinraum oder in spezialisierten Produktionsbereichen.
Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen beispielsweise als Techniker:in für Mikrosystemtechnik oder als Industriemeister:in. Auch ein Studium im Bereich Mikrosystemtechnik, Elektrotechnik oder Physik ist möglich. Mit Erfahrung kannst du Prozessverantwortung oder Leitungsaufgaben übernehmen.
Dein Berufsalltag beginnt mit dem Einrichten und Überprüfen von Anlagen im Reinraum. Du bereitest Materialien vor, startest Fertigungsprozesse und kontrollierst Parameter wie Temperatur oder Druck.
Anschließend prüfst du die gefertigten Bauteile mit speziellen Messgeräten. Bei Abweichungen passt du Einstellungen an oder analysierst mögliche Fehlerquellen. Präzision ist entscheidend, da du im Mikrometerbereich arbeitest.
Während der Ausbildung liegt die Vergütung meist zwischen etwa 1.000 und 1.200 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von rund 3.000 bis 3.800 Euro brutto rechnen. Mit Berufserfahrung oder Spezialisierung sind höhere Einkommen möglich.
Als Mikrotechnolog:in arbeitest du an Technologien, die in vielen modernen Geräten stecken. Wenn du Naturwissenschaft und Hightech-Produktion verbinden möchtest, bietet dir dieser Beruf eine anspruchsvolle und zukunftsorientierte Perspektive.