Ausbildung
Als Oberflächenbeschichter:in behandelst und veredelst du Metall- und Kunststoffoberflächen. Du schützt Bauteile vor Korrosion, verbesserst ihre Haltbarkeit oder verleihst ihnen ein bestimmtes Aussehen. Der Beruf verbindet Chemie, Technik und präzises Arbeiten in industriellen Produktionsprozessen.
Oberflächenbeschichter:innen tragen metallische oder chemische Schichten auf Werkstücke auf. Dazu gehören Verfahren wie Galvanisieren, Eloxieren oder Beschichten mit speziellen Schutzschichten. Ziel ist es, Bauteile widerstandsfähiger gegen Rost, Verschleiß oder Hitze zu machen.
Du bereitest Werkstücke vor, reinigst Oberflächen und stellst Bäder oder Beschichtungsanlagen ein. Während des Prozesses überwachst du Temperatur, Stromstärke oder Konzentration von Chemikalien. Anschließend kontrollierst du die Qualität der Beschichtung und dokumentierst die Ergebnisse.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese entwickelst du im Laufe der Ausbildung weiter.
Für die Ausbildung als Oberflächenbeschichter:in wird meist ein Hauptschulabschluss oder mittlerer Schulabschluss erwartet. Gute Leistungen in Chemie, Physik und Mathematik sind hilfreich. Sorgfältiges Arbeiten, technisches Interesse und Verantwortungsbewusstsein sind wichtige Voraussetzungen. Ein Praktikum in einem Industriebetrieb kann dir den Einstieg erleichtern.
Nach der Ausbildung arbeitest du in Unternehmen der Metall- oder Elektroindustrie, im Maschinenbau oder in spezialisierten Beschichtungsbetrieben. Dein Arbeitsplatz befindet sich meist in Produktionshallen.
Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen beispielsweise als Industriemeister:in Metall oder als Techniker:in im Bereich Galvanotechnik. Auch ein Studium in Werkstofftechnik oder Verfahrenstechnik ist möglich. Mit Erfahrung kannst du Leitungsaufgaben in der Produktion oder Qualitätssicherung übernehmen.
Dein Berufsalltag besteht aus der Vorbereitung von Werkstücken, dem Einrichten von Anlagen und der Überwachung von Beschichtungsprozessen. Du kontrollierst regelmäßig Messwerte und stellst sicher, dass die Beschichtung gleichmäßig und normgerecht erfolgt.
Nach Abschluss des Prozesses prüfst du die Oberfläche auf Fehler oder Unregelmäßigkeiten. Genauigkeit ist entscheidend, da die Beschichtung maßgeblich für die Haltbarkeit und Sicherheit von Bauteilen ist.
Während der Ausbildung liegt die Vergütung meist zwischen etwa 900 und 1.200 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von rund 2.800 bis 3.600 Euro brutto rechnen. Mit Berufserfahrung oder Weiterbildungen sind höhere Einkommen möglich.
Als Oberflächenbeschichter:in sorgst du dafür, dass Bauteile langlebig und widerstandsfähig sind. Wenn du Technik und Chemie in einem industriellen Umfeld verbinden möchtest, bietet dir dieser Beruf eine stabile und zukunftsorientierte Perspektive.