Ausbildung

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Orthopädieschuhmacher:in

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Als Orthopädieschuhmacher:in fertigst du orthopädische Schuhe, Einlagen und andere Hilfsmittel an, die Menschen mit Fußfehlstellungen oder Gehproblemen unterstützen. Du verbindest handwerkliches Können mit medizinischem Fachwissen und trägst dazu bei, Schmerzen zu lindern und Mobilität zu verbessern.

Dieser Beruf passt zu dir, wenn du …

  • handwerklich geschickt bist
  • Interesse an Medizin und Anatomie hast
  • gerne individuell und präzise arbeitest
  • Einfühlungsvermögen mitbringst
  • sorgfältig und verantwortungsbewusst bist
  • Freude an praktischer Arbeit hast

Kernaufgabengebiete und Themen des Berufs

Orthopädieschuhmacher:innen analysieren Fußfehlstellungen und Gangbilder. Du nimmst Maß, fertigst Leisten an und stellst individuelle Einlagen oder orthopädische Maßschuhe her. Dabei arbeitest du mit Leder, Kunststoffen und modernen Materialien.

Du passt konfektionierte Schuhe an, baust orthopädische Zurichtungen ein und berätst Kund:innen zu geeigneten Lösungen. Technische Hilfsmittel wie computergestützte Messsysteme unterstützen dich bei der Analyse und Fertigung. Medizinische Kenntnisse über Anatomie und Bewegungsabläufe sind dabei wichtig.

Soft Skills und Hard Skills

Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese entwickelst du im Laufe der Ausbildung weiter.

Wichtige Soft Skills

  • Feinmotorisches Geschick
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Einfühlungsvermögen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Geduld

Wichtige Hard Skills

  • Kenntnisse in Anatomie des Fußes
  • Maßnehmen und Leistenherstellung
  • Materialkunde (Leder, Kunststoffe)
  • Umgang mit Maschinen und Werkzeugen
  • Anpassung und Reparatur von Schuhen

Zugangsvoraussetzungen

Für die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher:in wird meist ein Hauptschulabschluss oder mittlerer Schulabschluss erwartet. Gute Leistungen in Werken, Biologie und Mathematik sind hilfreich. Handwerkliches Geschick und Interesse an medizinischen Zusammenhängen sind wichtige Voraussetzungen. Ein Praktikum in einem Orthopädieschuhtechnik-Betrieb kann dir den Einstieg erleichtern.

Typische Berufsfelder und Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung arbeitest du in orthopädieschuhtechnischen Werkstätten oder Sanitätshäusern. Du hast direkten Kontakt zu Kund:innen und arbeitest eng mit Ärzt:innen oder Therapeut:innen zusammen.

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen beispielsweise als Orthopädieschuhmachermeister:in oder im Bereich Orthopädietechnik. Auch eine Selbstständigkeit mit eigener Werkstatt ist möglich. Mit Erfahrung kannst du Leitungsaufgaben im Betrieb übernehmen.

Aufgaben im Berufsalltag

Dein Berufsalltag beginnt häufig mit Beratungsgesprächen und der Analyse von Fuß- und Gangproblemen. Du nimmst Maße, erstellst individuelle Anpassungen und fertigst Einlagen oder Maßschuhe an.

Anschließend passt du die gefertigten Hilfsmittel an und überprüfst den Sitz sowie die Funktion. Reparaturen und Wartungsarbeiten gehören ebenfalls zu deinen Aufgaben. Präzision ist entscheidend, da kleine Anpassungen große Auswirkungen auf den Tragekomfort haben.

Gehalt während der Ausbildung und danach

Während der Ausbildung liegt die Vergütung meist zwischen etwa 800 und 1.100 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von rund 2.400 bis 3.200 Euro brutto rechnen. Mit Meistertitel oder Selbstständigkeit sind höhere Einkommen möglich.

Alternative Berufe

  • Orthopädietechnik-Mechaniker:in
  • Schuhfertiger:in
  • Feinwerkmechaniker:in
  • Ergotherapeut:in
  • Sanitätshausfachverkäufer:in

Mobilität handwerklich unterstützen

Als Orthopädieschuhmacher:in verbindest du Handwerk und medizinisches Fachwissen. Wenn du präzise arbeiten und Menschen zu mehr Beweglichkeit verhelfen möchtest, bietet dir dieser Beruf eine verantwortungsvolle Perspektive im Gesundheits- und Handwerksbereich.



Egal welche Form hier steht – angesprochen bist Du, unabhängig von Geschlecht oder Identität. Nutze die Chancen, entdecke Deine Stärken und gestalte Deine berufliche Zukunft selbst.