Ausbildung
Als Vermessungstechniker:in in der Fachrichtung Bergvermessung arbeitest du dort, wo Genauigkeit besonders wichtig ist: im Bergbau, in Tagebauen oder bei unterirdischen Bauwerken. Du misst, berechnest und dokumentierst Gelände, Schächte, Stollen und Abbaubereiche. Der Beruf ist technisch, mathematisch geprägt und verantwortungsvoll – ideal für dich, wenn du präzise arbeitest und Interesse an Geodaten, Technik und Rohstoffen hast.
In der Bergvermessung führst du Vermessungen in Tagebauen, Bergwerken oder bei unterirdischen Bauprojekten durch. Du misst Strecken, Höhen, Neigungen und Volumen, um Abbauprozesse zu planen, zu überwachen und zu dokumentieren. Dabei arbeitest du mit modernen Messinstrumenten wie Tachymetern, Laserscannern oder GPS-Systemen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Auswertung der Messdaten. Du überträgst Ergebnisse in Karten, Pläne und digitale Modelle und stellst sicher, dass alle Daten exakt und nachvollziehbar dokumentiert sind. Diese Informationen sind Grundlage für Sicherheit, Planung, Umweltauflagen und Wirtschaftlichkeit im Bergbau.
Es ist von Vorteil, wenn du einige der folgenden Fähigkeiten bereits mitbringst. Diese kannst du jedoch im Laufe der Ausbildung und deines Berufslebens weiter aufbauen und erweitern.
Für die Ausbildung als Vermessungstechniker:in – Fachrichtung Bergvermessung – wird in der Regel ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Geografie sind wichtig. Zudem solltest du körperlich belastbar sein und keine Angst vor Arbeiten unter Tage haben. Ein Praktikum im Vermessungs- oder Bergbaubereich ist sehr empfehlenswert.
Nach der Ausbildung arbeitest du in Bergbauunternehmen, bei Ingenieur- und Vermessungsbüros, in Rohstoffbetrieben oder bei Unternehmen des Tunnel- und Spezialtiefbaus. Einsatzorte sind Tagebaue, Bergwerke, Baustellen oder Planungsbüros.
Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum Beispiel als Techniker:in für Vermessungstechnik, staatlich geprüfte:r Techniker:in Geodäsie oder durch ein Studium im Bereich Vermessungswesen, Geoinformatik oder Geowissenschaften. Mit Erfahrung kannst du auch Projektverantwortung übernehmen.
Dein Berufsalltag umfasst das Durchführen von Messungen, das Auswerten von Daten und das Erstellen von Plänen. Du kontrollierst Abbaufortschritte, berechnest Massen und sorgst dafür, dass Arbeiten sicher und nach Vorgaben durchgeführt werden.
Auch die Pflege von Messgeräten, die Dokumentation der Ergebnisse und die Zusammenarbeit mit Ingenieur:innen, Geolog:innen und Bergleuten gehören zu deinem Alltag.
Während der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Ausbildungsjahr meist zwischen 900 und 1.200 Euro brutto im Monat. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.800 bis 3.800 Euro brutto rechnen. Mit Berufserfahrung, Spezialisierung oder Weiterbildungen sind höhere Einkommen möglich.
Der Beruf Vermessungstechniker:in – Fachrichtung Bergvermessung – verbindet Mathematik, Technik und Verantwortung. Wenn du präzise arbeitest und dazu beitragen möchtest, dass Bergbau- und Untertageprojekte sicher und effizient umgesetzt werden, bietet dir dieser Beruf sehr gute Perspektiven in einer spezialisierten Branche.