Chemie (Erstes Staatsexamen Lehramt an Sekundarschulen – 75/80 LP)

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Infos

Art: Studium

Schulabschluss: ohne Abschluss

Dauer: 8 Semester

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Allgemeine Informationen

Studienabschluss Erstes Staatsexamen Lehramt an Sekundarschulen
Umfang 75/80 LP
Regelstudienzeit 8 Semester
Studienbeginn nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Zulassungsbeschränkung zulassungsfrei (ohne NC)
Studieren ohne Hochschulreife ja (Details)
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nein
Fakultäten Naturwissenschaftliche Fakultät II – Chemie, Physik und Mathematik Zentrum für Lehrer*innenbildung

Charakteristik und Ziele

Die Angaben auf dieser Seite beziehen sich nur auf die Fachinhalte von Chemie – die etwa ein Drittel des Studiums für das Lehramt an Sekundarschulen ausmachen. Informieren Sie sich daher zusätzlich über die fachübergreifenden „Bausteine“ sowie das zweite von Ihnen zu wählende Fach (> Kombinationsmöglichkeiten). Nur zusammen ergibt sich ein Gesamtbild über Ihr Studium und den Weg ins Berufsleben als Sekundarschullehrer*in.

Das Unterrichtsfach Chemie zielt darauf, Schüler*innen einen Zugang zur chemischen Weltsicht zu eröffnen. Dazu gehört, Grundannahmen des modernen chemischen Weltbilds und seines Beitrags zur Entwicklung unserer Gesellschaft zu (er)kennen. Die spezifischen Denk- und Arbeitsweisen der Chemie ebenso wie ihre Sprache und Geschichte sind dabei wichtige Aspekte. Insbesondere sollen Lehrkräfte das Interesse und die Freude an chemischen Fragestellungen und Arbeitsweisen wecken und fördern.

Im Lehramtsstudium werden die dafür notwendigen Qualifikationen der Lehrkräfte vermittelt:

  • Fachliche Kompetenzen in Breite und Tiefe sind notwendige Voraussetzung für den späteren Lehrberuf und stellen auch eine Voraussetzung für fachdidaktische Kompetenzen dar. In unterschiedlichen Lehr-Lern-Formaten wie Vorlesungen, Übungen, Praktika und Tutorien werden diese chemischen Kompetenzen vom ersten Semester an aufgebaut. Unverzichtbar ist dabei das Selbststudium, also das selbstständige Lernen, das individuell oder in Gruppen außerhalb der Lehrveranstaltungen stattfindet.
  • Eine umfangreiche, theoretisch fundierte und dabei praxisbezogene Ausbildung in Didaktik der Chemie beginnt im dritten Semester. In Vorlesungen werden grundlegende didaktische Inhalte vorgestellt, die in seminaristischen Lehrveranstaltungen unter aktiver Beteiligung der Studierenden unterrichtsbezogen angewandt werden; in Laborübungen wird schulisches Experimentieren vorbereitet; in schulpraktischen Studien erste eigene Unterrichtserfahrungen gesammelt. Zentral ist dabei neben dem Erwerb fachdidaktischen Wissens auch die Schülerperspektive einnehmen zu können und das eigene (zukünftige) Handeln als Lehrperson zu reflektieren.

Struktur des Studiums

Für das Lehramt an Sekundarschulen wählen Studierende eine Kombination aus zwei Schulfächern, die sie später unterrichten wollen.

Chemie kann als Fach I (80 Leistungspunkte) oder Fach II (75 Leistungspunkte) gewählt werden und darf mit allen anderen Unterrichtsfächern außer Sozialkunde und Russisch kombiniert werden.

Hinzu kommen im allgemeinen Teil des Studiums weitere 85 Leistungspunkte, grob zusammengefasst für: Bildungswissenschaft, schulische und außerschulische Praktika, Schlüsselqualifikationen, wissenschaftliche Hausarbeit, Abschlussprüfung.

Angehende Förderschullehrer*innen, die Chemie als Sekundarschulfach gewählt haben, studieren dieses mit 80 LP (vgl. Fach I). Über das Fach hinaus setzt sich deren Studium grundsätzlich aber anders zusammen

Studieninhalt

Die folgende Tabelle zeigt die Bestandteile des Studiums als Übersicht (alternativ: PDF). Die Semesterangaben sind hierbei unverbindliche Empfehlungen.

Darüber hinaus beschreibt das Modulhandbuch (aktuelle Fassung) Lehrinhalte, Lernziele, Umfang und Leistungen der Module detailliert. Rechtliche Basis dafür ist die Studien- und Prüfungsordnung

ModulbezeichnungLPempf.
Sem.
Fachwissenschaft (Fach I: 60 LP, Fach II: 55 LP)
Allgemeine Chemie101.
Anorganische Chemie I - Chemie der Hauptgruppen102.
Grundlagen der Mathematik
für das Lehramt Chemie*
51. od. 2.
Grundlagen der Physik für das Lehramt Chemie - Experimentalphysik *51. od. 3.
Physikalische Chemie I - Grundlagen der chemischen Thermodynamik, Kinetik und Elektrochemie103.
Organische Chemie I - Grundreaktionen in der Organischen Chemie104.
Anorganische und Organische Chemie II - Chemie der Nebengruppen, Organische Chemie nieder- und makromolekularer Stoffe55. u. 6.
Geschichte der Chemie und Spezialgebiete der Chemie (nur für Studierende im Erstfach)57. u. 8.
Fachdidaktik (20 LP)
Chemiedidaktik I - Fachdidaktische Grundlagen des Chemieunterrichtes103. u. 4.
Chemiedidaktik II - Aufbaukurs Sekundarschule: Vertiefende Spezialthemen der Chemiedidaktik105. u. 6.

* Wird als weiteres Fach Mathematik oder Physik studiert, ist anstelle von Mathematik und Experimentalphysik der Abschluss von Ersatzmodulen nachzuweisen (Studienumfang insgesamt 10 LP).

Weiterführende Informationen zum Studium unter:
https://studieninfo.chemie.uni-halle.de

Studienabschluss

Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Sekundarschulen

Voraussetzungen für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung sind:

  • ein ordnungsgemäßes Studium für das Lehramt an Sekundarschulen in der gewählten Fächerkombination
  • die für die Zulassung erforderlichen Modulleistungen in allen Prüfungsfächern
  • Nachweis der erforderlichen Schulpraktika
  • die erfolgreiche Teilnahme an den Modulen Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen und Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum

Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

  1. der wissenschaftlichen Hausarbeit
  2. je einer schriftlichen Abschlussprüfung in beiden studierten Unterrichtsfächern
  3. je einer mündlichen Abschlussprüfung in den Fächern Pädagogik und Psychologie

Das Referendariat und zweites Staatsexamen

Nach dem ersten Staatsexamen ist ein Referendariat (Vorbereitungsdienst) abzuleisten, welches mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen wird. Damit erwirbt man die  Lehrbefähigung an Sekundarschulen. Das Referendariat kann auch in anderen Bundesländern durchgeführt werden. Anfragen für die Bewerbung sind an das jeweilige Kultusministerium des aufzunehmenden Landes zu richten.

Wird das Unterrichtsfach im Rahmen des Lehramts an Förderschulen studiert, so endet das Studium mit dem Ersten Staatsexamen für ein Lehramt an Förderschulen.

Praktika

  • Schulpraktika, die nach Möglichkeit an Sekundarschulen abgeleistet werden sollten, gliedern sich in
    • ein zweiwöchiges Orientierungspraktikum innerhalb der Bildungswissenschaften im Modul I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik
    • zwei Schulpraktika von mindestens 8 Wochen Dauer mit einem Studienumfang von 15 LP
    • schulpraktische Übungen in den studierten Unterrichtsfächern im Rahmen der Fachdidaktik
  • Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum
    • dreiwöchiges Praktikum (Studienumfang von 5 LP) mit dem Ziel, Kenntnisse zu spezifischen Anforderungen im Rahmen eines selbstgewählten außerunterrichtlichen pädagogischen Praxisfeldes mit Kindern und/oder Jugendlichen zu erwerben.

Zulassungsvoraussetzungen

  • Für das Lehramtsstudium allgemein: Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur)
    bzw. Einstieg über Probestudium für beruflich Qualifizierte
  • Für das Unterrichtsfach Chemie: keine zusätzlichen Voraussetzungen, jedoch sollte großes Interesse an chemischen Fragestellungen, ein Verständnis mathematischer Grundlagen und eine hohe Motivation, sich mit didaktischen und pädagogischen Fragestellungen reflektiert auseinanderzusetzen, vorhanden sein.

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