Katholische Religion (Erstes Staatsexamen Lehramt an Grundschulen – 35 LP)

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Infos

Art: Studium

Schulabschluss: ohne Abschluss

Dauer: 8 Semester

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Allgemeine Informationen

Studienabschluss Erstes Staatsexamen Lehramt an Grundschulen
Umfang 35 LP
Regelstudienzeit 8 Semester
Studienbeginn nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Zulassungsbeschränkung zulassungsbeschränkt (Uni-NC)
NC-Grenzwert alle Bewerber zugelassen
Studieren ohne Hochschulreife ja (Details)
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nein
Fakultät Zentrum für Lehrer*innenbildung

Charakteristik und Ziele

Die Angaben auf dieser Seite beziehen sich nur auf die Fachinhalte von Katholische Religion – die nur einen vergleichsweise kleinen Teil des Studiums für das Lehramt an Grundschulen ausmachen. Informieren Sie sich daher zusätzlich über alle fachübergreifenden „Bausteine“ sowie die anderen zu wählenden Fächer. Nur zusammen ergibt sich ein Gesamtbild über Ihr Studium und den Weg ins Berufsleben als Grundschullehrer*in.

Das Studium der Katholischen Theologie bedeutet, sich auf kritische Weise, argumentierend und analysierend mit den Inhalten des christlichen Glaubens und den Grundüberzeugungen christlicher Lebensführung auseinanderzusetzen.

Aktuelle Herausforderungen geben dabei die Perspektive vor, unter denen nach den biblischen Grundlagen des christlichen Glaubens und ihrer geschichtlichen Entfaltung gefragt wird. Darüber hinaus steht die Theologie im Austausch mit zahlreichen anderen Wissenschaften und vermittelt auf diese Weise vielfältige Bildung.

Im Vordergrund des Lehramtsstudiums steht die Frage einer angemessenen Umsetzung dieser Auseinandersetzung im Schulunterricht. Das Studium der Katholischen Religion soll die Fähigkeit vermitteln, religiöse Bildungsprozesse anzustoßen und kompetent zu begleiten.

Das Studium der katholischen Religion steht allen Interessierten offen. Für eine spätere Berufstätigkeit als Religionslehrer oder Religionslehrerin ist die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche Voraussetzung.

Neben einer Tätigkeit im Schuldienst eröffnet ein Abschluss in Katholischer Theologie Zugang zu anderen Berufsfeldern in Kirche, Wirtschaft, Öffentlichkeit und Medien.

Kirchliche Studienbegleitung

Die Studienbegleitung (Mentorat) richtet sich an Studierende der Katholischen Theologie mit dem Berufsziel Religionslehrer/-in. Sie ist eine studien- und berufsorientierende Einrichtung in Trägerschaft des Bistums Magdeburg. Organisatorisch ist sie an die Katholische Studentengemeinde in Halle und an die Edith-Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg angebunden.

Darum Halle!

Das Studium der katholischen Theologie in Halle findet in einem anregenden Umfeld statt: Die evangelische ­Theologische Fakultät liegt wie das Institut für ­Katholische Theologie und ihre Didaktik auf dem Gelände der ­Franckeschen Stiftungen, wo sich noch weitere pädagogische und geisteswissenschaftliche Einrichtungen finden.

Durch die Integration des Instituts in die ­Philosophische Fakultät III – Erziehungswissenschaften lernen unsere Studierenden direkt an derjenigen Fakultät der ­Martin-Luther-Universität, die für das gesamte ­erziehungswissenschaftliche Studium zuständig ist.

Darüber hinaus ist das gesellschaftliche Umfeld für ein Studium der Theologie eine interessante ­Herausforderung: Halle ist mehrheitlich konfessionslos geprägt.

Struktur des Studiums

Im Lehramt an Grundschulen wird eine Kombination aus drei Fächern mit einem Gesamtvolumen von 120 Leistungspunkten (LP) studiert.

Deutsch und Mathematik sind pflichtgemäß als Unterrichtsfächer I und II zu belegen; das als Fach I gewählte wird dabei vertieft studiert (50 LP). Auf Fach II und das dritte Schulfach – im hiesigen Fall Katholische Religion – entfallen jeweils 35 LP.

Hinzu kommen im allgemeinen Teil des Studiums weitere 120 Leistungspunkte, grob zusammengefasst für: Bildungswissenschaft, fächerübergreifende Grundschuldidaktik, Einblicke in Deutsch als Zweitsprache und Förderpädagogik, schulische und außerschulische Praktika, Schlüsselqualifikationen, wissenschaftliche Hausarbeit, Abschlussprüfung.

Angehende Förderschullehrer*innen, die Katholische Religion als eins ihrer zwei Grundschulfächer (neben Mathematik oder Deutsch) gewählt haben, studieren dieses ebenfalls wie hier abgebildet mit 35 LP. Über das Fach hinaus setzt sich deren Studium grundsätzlich aber anders zusammen.

Studieninhalt

Die folgende Tabelle zeigt die Bestandteile des Studiums als Übersicht (alternativ: PDF). Die Semesterangaben sind hierbei unverbindliche Empfehlungen.

Darüber hinaus beschreibt das Modulhandbuch (aktuelle Fassung) Lehrinhalte, Lernziele, Umfang und Leistungen der Module detailliert. Rechtliche Basis dafür ist die Studien- und Prüfungsordnung

ModulbezeichnungLPempf.
Sem.
Biblische Theologie51. u. 2.
Einführung in die Grundfragen der hostorischen Theologie51.
Planung, Strukturierung und Reflexion von religiösen Bildungsprozessen51.
Einführung in die Prozesse der Religionspädagogik und -didaktik52.
Praktische Theologie und grundschuldidaktischer Perspektive53. u. 4.
Systematische Theologie I. An Gott glauben, aus dem Glauben handeln53. u. 4.
Systematische Theologie II. Zentrale Inhalte des christlichen Glaubens54. u. 5.

Praktika

Schulpraktika gliedern sich in
  • ein zweiwöchiges Orientierungspraktikum innerhalb des Moduls I im Rahmen der Bildungswissenschaften
  • Schulpraktikum I mit schulpraktischen Übungen (10 LP)
  • Schulpraktikum II (5 LP)
Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum

Ein Praktikum (Studienumfang von 5 LP) mit dem Ziel der Steigerung der Reflexionskompetenz zum eigenen pädagogischen Handeln im Rahmen eines selbst gewählten außerunterrichtlichen pädagogischen Praxisfeldes mit Kindern oder Jugendlichen.

Zulassungsvoraussetzungen

  • Für das Lehramtsstudium allgemein: Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur)
    bzw. Einstieg über Probestudium für beruflich Qualifizierte
  • Für das Unterrichtsfach Katholische Religion: keine zusätzlichen Voraussetzungen (Kenntnisse in lateinischer, griechischer und hebräischer Sprache werden für das Lehramt an Grundschulen nicht vorausgesetzt)

Später wichtig für die Berufsaufnahme:
Voraussetzung zur Erteilung von Katholischem Religionsunterricht im Staatsdienst ist die entsprechende fachliche Qualifikation, die durch das mit dem Ersten Staatsexamen abgeschlossene Hochschulstudium erlangt wird. Außerdem müssen katholische Religionslehrer:innen die Missio Canonica bzw. für das Referendariat vor der Zweiten Staatsprüfung die sogenannte vorläufige Unterrichtserlaubnis besitzen. Diese wird auf Antrag durch den jeweiligen Ortsbischof verliehen.
Über die Voraussetzungen, die dabei durch die Antragstellenden erfüllt werden müssen, informiert die Website des zuständigen Bistums.

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