Lehramt an Gymnasien (Erstes Staatsexamen Lehramt an Gymnasien – 270 LP)

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Infos

Art: Studium

Bereich: Bildung und Forschung

Schulabschluss: ohne Abschluss

Dauer: 9 Semester

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Allgemeine Informationen

Studienabschluss Erstes Staatsexamen Lehramt an Gymnasien
Umfang 270 LP
Regelstudienzeit 9 Semester
Studienbeginn nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Zulassungsbeschränkung abhängig von der Fächerwahl (siehe Bewerbung/Einschreibung)
Studieren ohne Hochschulreife ja (Details)
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen ja (Details)
Fakultät Zentrum für Lehrer*innenbildung

Charakteristik und Ziele

Die Ausbildung zur Lehrerin / zum Lehrer an Gymnasien erfolgt in zwei Phasen: ein universitäres Studium, das mit der Ersten Staatsprüfung abschließt, dann folgt das Referendariat mit der Zweiten Staatsprüfung.
Das Lehramtsstudium an der Universität Halle ist komplett modularisiert. Als Abschluss wird das Erste Staatsexamen für ein Lehramt an Gymnasien erworben.

Folgende Unterrichtsfächer werden angeboten:
Ergänzungsfächer:
  • Deutsch als Zweitsprache (ab 4. Semester)
  • Astronomie (bei Wahl eines der Fächer Mathematik, Physik oder Geographie)
  • Ergänzungsfach Medienbildung: Studierende im Lehramt an Gymnasien, die sich im Grundlagenstudium und beiden Unterrichtsfächern mindestens im 2. Fachsemester befinden, können sich auch für dasFach medienbildung mit 35 LP bewerben. Das Ergänzungsfach hat eine Regelstudienzeit von 4 Semestern und kann im Wintersemester begonnen werden.

Fächerkombinationen

Es müssen zwei Fächer gewählt werden. Mit einigen Ausnahmen können diese frei miteinander kombiniert werden.

Kombinationsempfehlungen

Entsprechend dem mittelfristigen Bedarf in Sachsen-Anhalt werden Kombinationen empfohlen, in denen mindestens eines dieser Fächer vertreten ist: Mathematik, Deutsch, Englisch, Chemie, Physik, Geographie, Geschichte, Französisch, Sport

Berücksichtigt werden sollten bei der Wahl entsprechender Unterrichtsfächer auch die länderspezifischen Lehrerbedarfsprognosen.

Ausgeschlossene Kombinationen
  • Kunst und Musik
  • Ethik und Evangelische Religion, auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach studiert wird
  • Ethik und Katholische Religion, auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach studiert wird
  • Philosophie und Evangelische Religion, auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach studiert wird
  • Philosophie und Katholische Religion, auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach studiert wird
  • Katholische Religion und Evangelische Religion, auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach studiert wird
  • Ethik und Philosophie, auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach studiert wird

Weitere Kombinationseinschränkungen

  • Wird Russisch gewählt, muss das andere Fach entweder Deutsch oder Mathematik oder Englisch sein.
  • Wird Spanisch gewählt, muss das andere Fach entweder Deutsch oder Mathematik oder Englisch sein.

Weitere Hinweise

  • Kunst ist ein Studienfach an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Detailinformationen sind dort erhältlich: Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale); Tel. 0345 77-51532, -51530; E-Mail: studinfo@burg-halle.de

  • Bei Wahl des Unterrichtsfaches Musik kann als zweites Fach Liturgische Musik an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle gewählt werden (Kleine Ulrichstraße 35, 06108 Halle (Saale), Tel. 0345 219 690; E-Mail: kupke@ehk-halle.de

Berufsperspektiven

Mit dem Ersten Staatsexamen (Abschluss des Studiums) kann man sich für die zweite Phase der Lehrerausbildung bewerben, für den Vorbereitungsdienst (Referendariart). Dieser kann grundsätzlich auch in anderen Bundesländern durchgeführt werden kann. Anfragen für die Bewerbung sind an das jeweilige Kultusministerium des aufnehmenden Landes zu richten.

Im Land Sachsen-Anhalt dauert der Vorbereitungsdienst zur Zeit 16 Monate.

Während des Vorbereitungsdienstes arbeitet man schon an einer Schule, hospitiert und unterrichtet unter Anleitung einer Mentorin oder eines Mentors. Dazu müssen begleitende Studienseminare belegt werden. Am Ende des Vorbereitungsdienstes legt man das Zweite Staatsexamen ab und kann sich damit um eine Anstellung als Lehrerin oder Lehrer im staatlichen Schuldienst bewerben.

Struktur des Studiums

Aufbau des Studiums

Bildungswissenschaften – 35 LP
(Pädagogik und Pädagogische Psychologie)
Fach I – 95 LP (Musik oder Kunst: 125 LP)
(Fachwissenschaft und Fachdidaktik)
Fach II – 90 LP (Musik oder Kunst: 120 LP)
(Fachwissenschaft und Fachdidaktik)
Schulpraktika­ – 15 LP
Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen: Kommunikation, Heterogenität und Inklusion (LSQ-Modul) – 5 LP
Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (AuPP) – 5 LP
Wissenschaftliche Hausarbeit­ – 15 LP
Abschlussprüfung­ – 10 LP
Modularisierung des Studiums

Die Lehramtsstudiengänge werden in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Praktika etc.), die eine thematische Einheit bilden, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind, klar definierte Anforderungen haben und nach Bestehen aller Modulprüfungen/ Modulteilprüfungen die Vergabe von Leistungspunkten (LP) vorsehen. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, bestimmte Module fließen mit einer Gewichtung von insgesamt 60% in die jeweilige Fachnote des Ersten Staatsexamens ein.

Leistungspunkte (LP)/ ECTS

ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) ist ein Leistungspunktesystem zur Anrechnung von Studienleistungen, um diese einheitlich zu bewerten.
Leistungspunkte geben den gesamten Lernaufwand der Studierenden wieder und umfassen somit den Zeitaufwand für die unmittelbare Präsenz in den Lehrveranstaltungen, für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes und den Prüfungsaufwand.
Für den Studiengang Lehramt an Gymnasien wurde eine Gesamtanzahl von 270 Leistungspunkten festgelegt, bei einer Kombination mit den Fächern Musik oder Kunst beträgt die Gesamtanzahl 300 Leistungspunkten.

Studieninhalt

Modulübersicht Lehramt an Gymnasien

Die genauen Lehrinhalte, Lernziele, der Lehrstundenumfang, Modulvoraussetzungen und Modulleistungen können detailliert im Modulhandbuch bzw. in der Studien- und Prüfungsordnung nachgelesen werden.

Bildungswissenschaften

Das bildungswissenschaftliche Studium dient dem Erwerb der erforderlichen fächerübergreifenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden für das Lehramt an Gymnasien.

ModulbezeichnungLPempf.
Sem.
Pädagogik (20 LP)  
Modul I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik und Unterricht (einschließlich Beobachtungspraktikum)101.
Modul II: Schulische Sozialisation von Jugendlichen aus heterogenen Lebenslagen54./.5.
Modul III: Schulgeschichte und Schulgestaltung55./6.
Pädagogische Psychologie (15 LP)  
Modul I: Grundlagen der Pädagogischen Psychologie52./3.
Modul II: Pädagogische Psychologie in Kompetenzbereichen104./5.
Fachwissenschaft und Fachdidaktik der Unterrichtsfächer

Die Ausbildung erfolgt an den jeweiligen Fakultäten bzw. Instituten der Universität. Der Studienumfang beinhaltet für das 1. Fach 80 LP Fachwissenschaft und 15 LP Fachdidaktik (einschließlich der schulpraktischen Übungen), für das 2. Fach 75 LP Fachwissenschaft und 15 LP Fachdidaktik (einschließlich der schulpraktischen Übungen).
Nähere Informationen zum Inhalt des Fachstudiums erhalten Sie auf den Detailseiten der Unterrichtsfächer.

Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer*innen

Das LSQ-Modul „Kommunikation, Heterogenität und Inklusion“ befasst sich mit dem Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Entwicklung einer physiologischen Sprechstimme.
Das Zentrum für Lehrer*innenbildung bietet unabhängig davon ergänzende Stimmchecks an. Hier kann sich jede angehende Lehrkraft kostenlos eine individuelle Einschätzung und Beratung zur eigenen Stimme einholen. Der Stimmcheck ist allerdings nicht gleichbedeutend mit einem phoniatrischen Gutachten.

Weiterhin dient das LSQ-Modul der kritisch-reflexiven Auseinandersetzung mit aktuellen Forschungsdiskussionen zur Inklusion sowie zum Erwerb von Kompetenzen, Lern- und Leistungspotenzialen in heterogenen Gruppen. Ziel ist es, deren Nutzen zu reflektieren sowie theoretische und praktische Lösungsansätze abzuleiten.

Studienabschluss

Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Gymnasien

Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

  • der wissenschaftlichen Hausarbeit
  • je einer schriftlichen Abschlussprüfung in beiden studierten Unterrichtsfächern im zeitlichen Umfang von jeweils 4 Stunden
  • je einer mündlichen Abschlussprüfung in den Fächern Pädagogik und Psychologie mit einer Dauer von jeweils 30 Minuten

Praktika

Schulpraktika gliedern sich in

  • ein zweiwöchiges Beobachtungspraktikum innerhalb des Moduls I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik im Rahmen der Bildungswissenschaften
  • schulpraktische Übungen in in den studierten Unterrichtsfächern im Rahmen der Fachdidaktik
  • zwei Schulpraktika von jeweils 4 Wochen Dauer in einem Studienumfang von 15 LP
  • ein Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (Studienumfang von 5 LP) mit dem Ziel der Steigerung der Reflexionskompetenz zum eigenen pädagogischen Handeln im Rahmen eines selbst gewählten außerunterrichtlichen pädagogischen Praxisfeldes mit Kindern oder Jugendlichen.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB; in der Regel Abitur).

Für qualifizierte Berufstätige ohne HZB gibt es bei „Fachnähe“ den alternativen Einstieg über ein Probestudium.

Eine bestandene Eignungsprüfung braucht es in den Fächern Kunst (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), Musik, Sport oder Musik II im Kombistudiengang Bachelor Kirchenmusik / Lehramt Musik an Gymnasien der EHK Halle. Achtung: Die Termine liegen zum Teil deutlich vor dem Bewerbungszeitraum!

Für die Fächer Englisch, Französisch und Latein sind Sprachnachweise erforderlich (siehe Detailseiten der Schulfächer).

Wichtig: Wer an Schulen arbeitet, muss gegen Masern geimpft sein. Das gilt bereits für Praktika während des Studiums.

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Da die Stimme von Lehrkräften stark belastet wird, empfehlen wir zusätzlich die Erstellung eines phoniatrischen Gutachtens. Dieses ist allerdings keine Voraussetzung für die Aufnahme des Lehramtsstudiums. Im Studium werden (nur für Studierende, nicht für Bewerber*innen) Stimmchecks angeboten.

Ebenfalls sehr zu empfehlen ist, im Vorfeld einen Dienst (FSJ; BFD) möglichst schulnah zu leisten. Dies ist nicht nur inhaltlich ein wegweisender Test für Studieninteressierte, sondern bringt auch einen Bonus im Auswahlverfahren – siehe unten.

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