Art: Studium
Bereich: Bildung und Forschung
Schulabschluss: ohne Abschluss
Dauer: 9 Semester
| Studienabschluss | Erstes Staatsexamen Lehramt an Gymnasien |
|---|---|
| Umfang | 270 LP |
| Regelstudienzeit | 9 Semester |
| Studienbeginn | nur Wintersemester |
| Studienform | Direktstudium, Vollzeitstudium |
| Hauptunterrichtssprache | Deutsch |
| Zulassungsbeschränkung | abhängig von der Fächerwahl (siehe Bewerbung/Einschreibung) |
| Studieren ohne Hochschulreife | ja (Details) |
| Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen | ja (Details) |
| Fakultät | Zentrum für Lehrer*innenbildung |
Die Ausbildung zur Lehrkraft an Gymnasien erfolgt in zwei Phasen: Auf (1) das universitäre Studium folgt (2) der Vorbereitungsdienst, der auch als Referendariat bekannt ist.
Das Lehramtsstudium an der Universität Halle mündet in die Erste Staatsprüfung. Als Abschluss erworben wird das Erste Staatsexamen für ein Lehramt an Gymnasien. Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten Staatsprüfung ab.
Aus folgendem Kanon müssen zwei Unterrichtsfächer gewählt werden:
Ergänzungsfächer mit kleinerem Studienanteil sind:
Deutsch als Zweitsprache • Medienbildung (Zuwahl jeweils erst im späteren Studienverlauf möglich) • Astronomie (nur bei Wahl von Mathematik, Physik oder Geographie, empfohlen erst nach zwei Semestern)
Wer sich breiter aufstellen möchte, kann auch ein weiteres vollwertiges Fach zusätzlich studieren (= Erweiterungsfach). Dieser Schritt sollte gut bedacht sein.
Natürlich sollte Neigung das wesentliche Kriterium bei der individuellen Fächerwahl sein. Berücksichtigen Sie im eigenen Interesse aber auch die länderspezifischen Lehrerbedarfsprognosen.
* auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach studiert wird
Kombinationseinschränkungen
Nächster Meilenstein auf dem Weg zur Lehrkraft nach dem Ersten Staatsexamen (= Abschluss des Studiums) ist der Vorbereitungsdienst (= Referendariat).
Im Land Sachsen-Anhalt dauert das Referendariat derzeit 16 Monate. Es kann auch in anderen Bundesländern durchgeführt werden. Kontakt für die Bewerbung ist das jeweilige Kultusministerium.
Referendar*innen arbeiten bereits an einer Schule, hospitieren und unterrichten unter Anleitung. Begleitend werden Studienseminare belegt. Am Ende des Vorbereitungsdienstes wird das Zweite Staatsexamen abgelegt, das die Grundlage für eine Bewerbung als Lehrerin oder Lehrer im staatlichen Schuldienst ist.
| Bildungswissenschaften – 35 LP (Pädagogik und Pädagogische Psychologie) |
| Fach I – 95 LP (Musik oder Kunst: 125 LP) (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) |
| Fach II – 90 LP (Musik oder Kunst: 120 LP) (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) |
| Schulpraktika – 15 LP |
| Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen: Kommunikation, Heterogenität und Inklusion (LSQ-Modul) – 5 LP |
| Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (AuPP) – 5 LP |
| Wissenschaftliche Hausarbeit – 15 LP |
| Abschlussprüfung – 10 LP |
Das Lehramtsstudium wird in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (z. B. Vorlesung, Seminar, Übung, Praxisphase, etc.) zu einem komplexen Thema. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, nach Bestehen erfolgt die Verbuchung der Leistungspunkte (LP).
Insgesamt sind für Lehramt an Gymnasien 270 LP zu erbringen, bei der Wahl der Fächer Kunst oder Musik 300 LP. Diese bilden die Arbeitszeit der Studierenden ab (= „workload“; also Präsenzzeiten an der Universität, Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltung und Prüfungsaufwand). 1 LP entspricht hierbei 30 Zeitstunden Aufwand. Das System ist ein europaweit einheitlicher Bewertungsmaßstab zur vergleichbaren Anrechnung von Studienleistungen (ECTS).
Die genauen Lehrinhalte, Lernziele, der Lehrstundenumfang, Modulvoraussetzungen und Modulleistungen können detailliert im Modulhandbuch bzw. in der Studien- und Prüfungsordnung nachgelesen werden.
Modulhandbücher für die gewählten Unterrichtsfächer sind in den Detailinformationen der jeweiligen Fächer verlinkt.
Das bildungswissenschaftliche Studium dient dem Erwerb der erforderlichen fächerübergreifenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden für das Lehramt an Gymnasien.
| Modulbezeichnung | LP | empf. Sem. |
|---|---|---|
| Pädagogik (20 LP) | ||
Modul I: Analyse von Lehrer*innenhandeln und Unterricht inklusive Beobachtungspraktikum | 10 | 1. |
Modul II: Lebenswelten und Sozialisation von Kindern und Jugendlichen | 5 | 4./.5. |
| Modul III: Struktur und Entwicklung von Schule und Unterricht | 5 | 5./6. |
| Pädagogische Psychologie (15 LP) | ||
| Modul I: Grundlagen der Pädagogischen Psychologie | 5 | 2./3. |
| Modul II: Pädagogische Psychologie in Kompetenzbereichen | 10 | 4./5. |
Die Ausbildung erfolgt an den jeweiligen Fakultäten bzw. Instituten der Universität. Der Studienumfang beinhaltet für das 1. Fach 80 LP Fachwissenschaft und 15 LP Fachdidaktik (einschließlich der schulpraktischen Übungen), für das 2. Fach 75 LP Fachwissenschaft und 15 LP Fachdidaktik (einschließlich der schulpraktischen Übungen).
Nähere Informationen zum Inhalt des Fachstudiums erhalten Sie auf den Detailseiten der Unterrichtsfächer.
Das LSQ-Modul „Kommunikation, Heterogenität und Inklusion“ befasst sich mit dem Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Entwicklung einer physiologischen Sprechstimme.
Das Zentrum für Lehrer*innenbildung bietet unabhängig davon ergänzende Stimmchecks an. Hier kann sich jede angehende Lehrkraft kostenlos eine individuelle Einschätzung und Beratung zur eigenen Stimme einholen. Der Stimmcheck ist allerdings nicht gleichbedeutend mit einem phoniatrischen Gutachten.
Weiterhin dient das LSQ-Modul der kritisch-reflexiven Auseinandersetzung mit aktuellen Forschungsdiskussionen zur Inklusion sowie zum Erwerb von Kompetenzen, Lern- und Leistungspotenzialen in heterogenen Gruppen. Ziel ist es, deren Nutzen zu reflektieren sowie theoretische und praktische Lösungsansätze abzuleiten.
Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Gymnasien
Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:
Schulpraktika gliedern sich in
Im Lehramtsstudium die Welt erfahren: Mobilitätsfenster für internationale Studien- und Praxisaufenthalte ermöglichen es allen Lehramtsstudierenden, die für den Lehrer*innenberuf benötigten interkulturellen Kompetenzen zu entwickeln. Ganz unabhängig von den gewählten Studienfächern bieten sich ideale Voraussetzungen für Studien- und/oder Praxisaufenthalte im Ausland durch:
Mehr Informationen: www.zlb.uni-halle.de/ausland
Voraussetzung für die Zulassung ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB; in der Regel Abitur).
Für qualifizierte Berufstätige ohne HZB gibt es bei „Fachnähe“ den alternativen Einstieg über ein Probestudium.
Eine bestandene Eignungsprüfung braucht es in den Fächern Kunst (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), Musik, Sport oder Musik II im Kombistudiengang Bachelor Kirchenmusik / Lehramt Musik an Gymnasien der EHK Halle. Achtung: Die Termine liegen zum Teil deutlich vor dem Bewerbungszeitraum!
Für die Fächer Englisch, Französisch und Latein sind Sprachnachweise erforderlich (siehe Detailseiten der Schulfächer).
Wichtig: Wer an Schulen arbeitet, muss gegen Masern geimpft sein. Das gilt bereits für Praktika während des Studiums.
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Da die Stimme von Lehrkräften stark belastet wird, empfehlen wir zusätzlich die Erstellung eines phoniatrischen Gutachtens. Dieses ist allerdings keine Voraussetzung für die Aufnahme des Lehramtsstudiums. Im Studium werden (nur für Studierende, nicht für Bewerber*innen) Stimmchecks angeboten.
Ebenfalls sehr zu empfehlen ist, im Vorfeld einen Dienst (FSJ; BFD) möglichst schulnah zu leisten. Dies ist nicht nur inhaltlich ein wegweisender Test für Studieninteressierte, sondern bringt auch einen Bonus im Auswahlverfahren – siehe unten.
Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Deine Bewerbung!