Lehramt an Sekundarschulen (Erstes Staatsexamen Lehramt an Sekundarschulen – 240 LP)

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Infos

Art: Studium

Bereich: Bildung und Forschung

Schulabschluss: ohne Abschluss

Dauer: 8 Semester

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Allgemeine Informationen

Studienabschluss Erstes Staatsexamen Lehramt an Sekundarschulen
Umfang 240 LP
Regelstudienzeit 8 Semester
Studienbeginn nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Zulassungsbeschränkung abhängig von der Fächerwahl (siehe Bewerbung/Einschreibung)
Studieren ohne Hochschulreife ja (Details)
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen ja (Details)
Fakultät Zentrum für Lehrer*innenbildung

Charakteristik und Ziele

Die Ausbildung zur Lehrerin / zum Lehrer an Sekundarschulen erfolgt in zwei Phasen: ein universitäres Studium, das mit der Ersten Staatsprüfung abschließt, dann folgt das Referendariat mit der Zweiten Staatsprüfung. Das Lehramtsstudium an der Universität Halle ist komplett modularisiert. Als Abschluss wird das Erste Staatsexamen für ein Lehramt an Sekundarschulen erworben.

Folgende Unterrichtsfächer werden angeboten:
Ergänzungsfächer:
  • Deutsch als Zweitsprache (ab 4. Semester)
  • Astronomie (bei Wahl eines der Fächer Mathematik, Physik oder Geographie)
  • Neues Ergänzungsfach Medienbildung: Ab Sommersemester 2020 wird das Ergänzungsfach Medienbildung im Umfang von 35 LP angeboten. Es steht Studierenden des Lehramts an Förderschulen offen, die in beiden rehabilitationspädagogischen Fachrichtungen und im Grundlagenstudium schon mindestens zwei Fachsemester studiert haben. Das Ergänzungsfach hat eine Regelstudienzeit von 4 Semestern und kann im Winter- und im Sommersemester begonnen werden.

Fächerkombinationen

Es müssen zwei Fächer gewählt werden. Mit einigen Ausnahmen sind diese frei miteinander kombinierbar.

Kombinationsempfehlungen

Entsprechend dem mittelfristigen Bedarf in Sachsen-Anhalt werden Kombinationen empfohlen, in denen mindestens eines dieser Fächer vertreten ist: Mathematik, Deutsch, Englisch, Chemie, Physik, Geographie, Geschichte, Französisch, Sport

Berücksichtigt werden sollten bei der Wahl entsprechender Unterrichtsfächer auch die länderspezifischen Lehrerbedarfsprognosen.

Ausgeschlossene Kombinationen
  • Kunst und Musik
  • Ethik und Evangelische Religion, auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach studiert wird
  • Ethik und Katholische Religion, auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach studiert wird
  • Katholische Religion und Evangelische Religion, auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach studiert wird

Weitere Kombinationseinschränkungen

  • Wird Russisch gewählt, muss das andere Fach entweder Deutsch oder Mathematik oder Englisch sein.
  • Wird Sozialkunde gewählt, muss das andere Fach entweder Deutsch oder Mathematik oder Englisch sein.

Weitere Hinweise

  • Informatik kann nur als Erweiterungsfach, also als 3. Fach, gewählt werden.
  • Kunst ist ein Studienfach an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Detailinformationen sind dort erhältlich: Neuwerk 7, 06108 Halle; Tel. 0345 77-51532, -51530; E-Mail: studinfo@burg-halle.de

Berufsperspektiven

Mit dem Ersten Staatsexamen (Abschluss des Studiums) kann man sich für die zweite Phase der Lehrerausbildung bewerben, für den Vorbereitungsdienst. Hier arbeitet man schon an einer Schule, hospitiert und unterrichtet unter Anleitung einer Mentorin oder eines Mentors. Dazu müssen begleitende Studienseminare belegt werden. Am Ende des Vorbereitungsdienstes legt man das Zweite Staatsexamen ab und kann sich damit um eine Anstellung als Lehrerin oder Lehrer im staatlichen Schuldienst bewerben.

Im Land Sachsen-Anhalt dauert der Vorbereitungsdienst zur Zeit 16 Monate.

Struktur des Studiums

Aufbau des Studiums

Bildungswissenschaften – 35 LP
(Pädagogik und Pädagogische Psychologie)
Fach I – ­80 LP (Musik oder Kunst: 110 LP)
(Fachwissenschaft und Fachdidaktik)
Fach II – 75 LP (Musik oder Kunst: 105 LP)
(Fachwissenschaft und Fachdidaktik)
Schulpraktika – 15 LP
Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen: Kommunikation, Heterogenität und Inklusion (LSQ-Modul) – 5 LP
Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (AuPP) – 5 LP
Wissenschaftliche Hausarbeit­ – 15 LP
Abschlussprüfung­ – 10 LP
Modularisierung des Studiums

Die Lehramtsstudiengänge werden in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Praktika etc.), die eine thematische Einheit bilden, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind, klar definierte Anforderungen haben und nach Bestehen aller Modulprüfungen/ Modulteilprüfungen die Vergabe von Leistungspunkten (LP) vorsehen. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, bestimmte Module fließen mit einer Gewichtung von insgesamt 60% in die jeweilige Fachnote des Ersten Staatsexamens ein.

Leistungspunkte (LP)/ ECTS

ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) ist ein Leistungspunktsystem zur Anrechnung von Studienleistungen, um diese einheitlich zu bewerten.
Leistungspunkte geben den gesamten Lernaufwand der Studierenden wieder und umfassen somit den Zeitaufwand für die unmittelbare Präsenz in den Lehrveranstaltungen, für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes und den Prüfungsaufwand.
Für den Studiengang Lehramt an Sekundarschulen wurde eine Gesamtanzahl von 240 Leistungspunkten festgelegt, bei einer Kombinationen mit den Fächern Musik oder Kunst beträgt die Gesamtanzahl 270 Leistungspunkten.

Studieninhalt

Modulübersicht Lehramt an Sekundarschulen

Die genauen Lehrinhalte, Lernziele, der Lehrstundenumfang, Modulvoraussetzungen und Modulleistungen können detailliert im Modulhandbuch bzw. in der Studien- und Prüfungsordnung nachgelesen werden.

Bildungswissenschaften

Das bildungswissenschaftliche Studium dient dem Erwerb der erforderlichen fächerübergreifenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden für das Lehramt an Sekundarschulen.

ModulbezeichnungLPempf.
Sem.
Pädagogik (20 LP)  
Modul I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik und Unterricht (einschließlich Orientierungspraktikum)101.
Modul II: Schulische Sozialisation von Jugendlichen Jugendlichen aus heterogenen Lebenslagen54./5.
Modul III: Schulgeschichte und Schulgestaltung55./6.
Pädagogische Psychologie (15 LP)  
Modul I: Grundlagen der Pädagogischen Psychologie52./3.
Modul II: Pädagogische Psychologie in Kompetenzbereichen104./5.
Fachwissenschaft und Fachdidaktik der Unterrichtsfächer

Die Ausbildung erfolgt an den jeweiligen Fakultäten bzw. Instituten der Universität. Der Studienumfang beinhaltet für das 1. Fach 65 LP Fachwissenschaft und 15 LP Fachdidaktik (einschließlich der schulpraktischen Übungen), für das 2. Fach 60 LP Fachwissenschaft und 15 LP Fachdidaktik (einschließlich der schulpraktischen Übungen).

Nähere Informationen zum Inhalt des Fachstudiums erhalten Sie auf den Detailseiten der Unterrichtsfächer.

Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen

Das LSQ-Modul „Kommunikation, Heterogenität und Inklusion“ befasst sich mit dem Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Entwicklung einer physiologischen Sprechstimme.
Das Zentrum für Lehrer*innenbildung bietet unabhängig davon ergänzende Stimmchecks an. Hier kann sich jede angehende Lehrkraft kostenlos eine individuelle Einschätzung und Beratung zur eigenen Stimme einholen. Der Stimmcheck ist allerdings nicht gleichbedeutend mit einem phoniatrischen Gutachten.

Weiterhin dient das LSQ-Modul der kritisch-reflexiven Auseinandersetzung mit aktuellen Forschungsdiskussionen zur Inklusion sowie zum Erwerb von Kompetenzen, Lern- und Leistungspotenzialen in heterogenen Gruppen. Ziel ist es, deren Nutzen zu reflektieren sowie theoretische und praktische Lösungsansätze abzuleiten.

Studienabschluss

Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Sekundarschulen

Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

  • der wissenschaftlichen Hausarbeit
  • je einer schriftlichen Abschlussprüfung in beiden studierten Unterrichtsfächern im zeitlichen Umfang von jeweils 4 Stunden
  • je einer mündlichen Abschlussprüfung in den Fächern Pädagogik und Psychologie mit einer Dauer von jeweils 30 Minuten

Praktika

Schulpraktika gliedern sich in

  • ein zweiwöchiges Orientierungspraktikum innerhalb des Moduls I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik im Rahmen der Bildungswissenschaften
  • schulpraktische Übungen in in den studierten Unterrichtsfächern im Rahmen der Fachdidaktik
  • zwei Schulpraktika von jeweils 4 Wochen Dauer in einem Studienumfang von 15 LP
  • ein Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (Studienumfang von 5 LP) mit dem Ziel der Steigerung der Reflexionskompetenz zum eigenen pädagogischen Handeln im Rahmen eines selbst gewählten außerunterrichtlichen pädagogischen Praxisfeldes mit Kindern oder Jugendlichen.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

Darüber hinaus ist ggf. der Nachweis der bestandenen Eignungsprüfung in den Fächern Kunst (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), Musik oder Sport zu erbringen.

Für die Fächer Englisch und Französisch sind fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nachzuweisen. Informationen zu den fachspezifischen Zulassungsvoraussetzungen finden Sie auf der Detailseite des jeweiligen Unterrichtsfachs.

Zum Ergänzungsfach Medienbildung können Studierende der Martin-Luther-Universität aller Fächer zugelassen werden, die im Lehramt an Sekundarschulen im Grundlagenstudium und in beiden Lehramtsstudienfächern das zweite Fachsemester absolviert haben.

Da die Stimme von Lehrkräften stark belastet wird, empfehlen wir zusätzlich die Erstellung eines phoniatrischen Gutachtens. Dieses ist allerdings keine Voraussetzung für die Aufnahme des Lehramtsstudiums. Im Studium werden (nur für Studierende, nicht für Bewerber*innen) Stimmchecks angeboten.

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