Art: Studium
Bereich: Bildung und Forschung
Schulabschluss: ohne Abschluss
Dauer: 8 Semester
| Abschluss | Erstes Staatsexamen Lehramt an Sekundarschulen |
|---|---|
| Umfang | 240 LP |
| Regelstudienzeit | 8 Semester |
| Studienbeginn | nur Wintersemester |
| Studienform | Direktstudium, Vollzeitstudium |
| Hauptunterrichtssprache | Deutsch |
| Zulassungsbeschränkung | abhängig von der Fächerwahl (siehe Bewerbung/Einschreibung) |
| Studieren ohne Hochschulreife | ja (Details) |
| Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen | ja (Details) |
| Fakultät | Zentrum für Lehrer*innenbildung |
Die Ausbildung zur Lehrkraft an Sekundarschulen erfolgt in zwei Phasen: Auf (1) das universitäre Studium folgt (2) der Vorbereitungsdienst, der auch als Referendariat bekannt ist.
Das Lehramtsstudium an der Universität Halle ist komplett modularisiert und mündet in die Erste Staatsprüfung. Als Abschluss erworben wird das Erste Staatsexamen für ein Lehramt an Sekundarschulen. Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten Staatsprüfung ab.
Im Lehramt an Sekundarschulen werden zwei Unterrichtsfächer studiert. Dabei können entweder zwei Fächer aus der Fächergruppe I oder ein Fach aus der Fächergruppe I und ein Fach aus der Fächergruppe II gewählt werden. Die Kombination zweier Fächer aus der Fächergruppe II ist ausgeschlossen.
Fächergruppe I:
Fächergruppe II:
Ergänzungsfächer mit kleinerem Studienanteil sind:
Deutsch als Zweitsprache • Medienbildung (Zuwahl jeweils erst im späteren Studienverlauf möglich) • Astronomie (nur bei Wahl von Mathematik, Physik oder Geographie, empfohlen erst ab dem 3. Semester)
Wer sich breiter aufstellen möchte, kann auch ein weiteres vollwertiges Fach zusätzlich studieren (= Erweiterungsfach). Dieser Schritt sollte gut bedacht sein.
Natürlich sollte Neigung das wesentliche Kriterium bei der individuellen Fächerwahl sein. Berücksichtigen Sie im eigenen Interesse aber auch die länderspezifischen Lehrerbedarfsprognosen.
Mit dem Ersten Staatsexamen (Abschluss des Studiums) kann man sich für die zweite Phase der Lehrerausbildung bewerben, für den Vorbereitungsdienst. Dieser kann grundsätzlich auch in anderen Bundesländern durchgeführt werden. Anfragen für die Bewerbung sind an das jeweilige Kultusministerium des aufnehmenden Landes zu richten.
Im Land Sachsen-Anhalt dauert der Vorbereitungsdienst derzeit 16 Monate.
Während des Vorbereitungsdienstes arbeitet man schon an einer Schule, hospitiert und unterrichtet unter Anleitung einer Mentorin oder eines Mentors. Dazu müssen begleitende Studienseminare belegt werden. Am Ende des Vorbereitungsdienstes legt man das Zweite Staatsexamen ab und kann sich damit um eine Anstellung als Lehrerin oder Lehrer im staatlichen Schuldienst bewerben.
| Bildungswissenschaften – 35 LP (Pädagogik und Pädagogische Psychologie) |
| Fach I – 85 LP (Musik oder Kunst: 115 LP) (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Schulpraktikum) |
| Fach II – 85 LP (Musik oder Kunst: 115 LP) (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Schulpraktikum) |
Schlüsselqualifikationsmodul Kommunikation und Digitalität – 5 LP |
Schlüsselqualifikationsmodul Heterogenität und Inklusion – 5 LP |
| Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (AuPP) – 5 LP |
| Wissenschaftliche Hausarbeit – 15 LP |
| Abschlussprüfung – 5 LP |
Das Lehramtsstudium wird in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (z. B. Vorlesung, Seminar, Übung, Praxisphase etc.) zu einem komplexen Thema. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, nach Bestehen erfolgt die Verbuchung der Leistungspunkte (LP).
Insgesamt sind für Lehramt an Sekundarschulen 240 LP zu erbringen, bei der Wahl der Fächer Kunst oder Musik 270 LP. Diese bilden die Arbeitszeit der Studierenden ab (= „workload“; also Präsenzzeiten an der Universität, Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltung und Prüfungsaufwand). Hierbei entspricht 1 LP = 30 Zeitstunden Aufwand. Das System ist ein europaweit einheitlicher Bewertungsmaßstab zur vergleichbaren Anrechnung von Studienleistungen (ECTS).
Die genauen Lehrinhalte, Lernziele, der Lehrstundenumfang, Modulvoraussetzungen und Modulleistungen können detailliert im Modulhandbuch bzw. in der Studien- und Prüfungsordnung nachgelesen werden.
Modulhandbücher für die gewählten Unterrichtsfächer sind in den Detailinformationen der jeweiligen Fächer verlinkt.
Im Grundlagenstudium erwerben die Studierenden vor allem grundlegende theoretische und reflexive Kompetenzen, Kenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen und Verhaltensweisen sowie die für den Lehrer*innenberuf relevanten Kenntnisse über bedeutsame Begriffe, Strukturen, Verfahren und Zusammenhänge im Bereich der Pädagogik, der Psychologie und der lehramtsspezifischen Schlüsselqualifikationsmodule. Darüber hinaus sammeln sie unterrichtspraktische Erfahrungen durch verschiedene Formen von Praktika, die gewährleisten, dass Erziehungs- und Unterrichtspraxis erfahren und in den begleitenden Seminaren wissenschaftlich reflektiert werden kann.
| Modulbezeichnung | LP | empf. Sem. |
|---|---|---|
| Pädagogik (20 LP) | ||
| Analyse von Lehrer*innenhandeln und Unterricht | 10 | 1.u.2. |
| Lebenswelten und Sozialisation von Kindern und Jugendlichen | 5 | 4.u.5. |
| Struktur und Entwicklung von Schule und Unterricht | 5 | 5.u.6. |
| Pädagogische Psychologie (15 LP) | ||
| Grundlagen der Pädagogischen Psychologie | 5 | 2.u.3. |
| Pädagogische Psychologie in Kompetenzbereichen | 10 | 4.u.5. |
| Lehramtsspezifische Schlüsselqualifikationsmodule (10 LP) | ||
Kommunikation und Digitalität (LSQ) | 5 | 2. |
| Heterogenität und Inklusion (LSQ) | 5 | 3. |
| Praxisphasen (5 LP) | ||
| Außerunterrichtliches pädagogisches Praktikum | 5 | 4.u.5. |
Die Ausbildung erfolgt an den jeweiligen Fakultäten bzw. Instituten der Universität. Der Studienumfang beinhaltet für jedes der beiden Unterrichtsfächer 55-60 LP Fachwissenschaft, 15-20 LP Fachdidaktik sowie 10 LP Schulpraktikum.
Nähere Informationen zum Inhalt des Fachstudiums erhalten Sie auf den Detailseiten der Unterrichtsfächer.
Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Sekundarschulen
Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:
Schulpraktika gliedern sich in
Im Lehramtsstudium die Welt erfahren: Mobilitätsfenster für internationale Studien- und Praxisaufenthalte ermöglichen es allen Lehramtsstudierenden, die für den Lehrer*innenberuf benötigten interkulturellen Kompetenzen zu entwickeln. Ganz unabhängig von den gewählten Studienfächern bieten sich ideale Voraussetzungen für Studien- und/oder Praxisaufenthalte im Ausland durch:
Mehr Informationen: www.zlb.uni-halle.de/ausland
Voraussetzung für die Zulassung ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB; in der Regel Abitur).
Für qualifizierte Berufstätige ohne HZB gibt es bei „Fachnähe“ den alternativen Einstieg über ein Probestudium.
Eine bestandene Eignungsprüfung braucht es in den Fächern Kunst (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), Musik oder Sport.
Für die Fächer Englisch und Französisch sind Spachnachweise erforderlich (siehe Detailseiten der Fächer).
Wichtig: Wer an Schulen arbeitet, muss gegen Masern geimpft sein. Das gilt bereits für Praktika während des Studiums.
--
Da die Stimme von Lehrkräften stark belastet wird, empfehlen wir zusätzlich die Erstellung eines phoniatrischen Gutachtens. Dieses ist allerdings keine Voraussetzung für die Aufnahme des Lehramtsstudiums. Im Studium werden (nur für Studierende, nicht für Bewerber*innen) Stimmchecks angeboten.
Ebenfalls sehr zu empfehlen ist, im Vorfeld einen Dienst (FSJ; BFD) möglichst schulnah zu leisten. Dies ist nicht nur inhaltlich ein wegweisender Test für Studieninteressierte, sondern bringt auch einen Bonus im Auswahlverfahren – siehe unten.
Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Deine Bewerbung!