Art: Studium
Schulabschluss: allgemeine Hochschulreife
Dauer: 6 Semester
| Studienabschluss | Bachelor of Science (B.Sc.) |
|---|---|
| Umfang | 180 LP |
| Regelstudienzeit | 6 Semester |
| Studienbeginn | nur Wintersemester |
| Studienform | Direktstudium, Vollzeitstudium |
| Hauptunterrichtssprache | Deutsch |
| Zulassungsbeschränkung | zulassungsfrei (ohne NC) |
| Studieren ohne Hochschulreife | nein |
| Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen | nein |
| Fakultät | Naturwissenschaftliche Fakultät II – Chemie, Physik und Mathematik |
| Institut | Institut für Physik |
| Akkreditierung | akkreditiert |
Ziel des Bachelor-Studiengangs Physik und Digitale Technologien 180 LP ist es, durch die Kombination und enge Verzahnung der Fächer Physik und Informatik sowohl eine allgemeine und breite physikalische Grundlagenausbildung, wie auch solide Kenntnisse in der IT zu vermitteln. Damit sollen die Absolvent*innen befähigt werden, die vielfältigen zukünftigen Tätigkeitsfelder, die durch den fortschreitenden Einsatz der IT in Industrie und Gesellschaft entstehen, aktiv gestalten zu können. Darüber hinaus soll der Studiengang eine Basisqualifikation für eine weitere akademische Spezialisierung in den Bereichen Physik, Informatik und den Schnittbereichen der IT mit Naturwissenschaften allgemein vermitteln.
Der Bachelor-Studiengang Physik und Digitale Technologien 180 LP ist derzeit einmalig in Deutschland. Einerseits erlaubt er Studierenden, die sich für Physik und Informatik interessieren, aber noch nicht wissen, für welche spezielle Richtung sie sich entscheiden sollen, einen Einstieg in beide Gebiete. So kann eine breitere Basis gelegt werden und eine spätere Spezialisierung (z.B. im Rahmen eines Masterstudiums) ist noch gut möglich. Andererseits bietet der Studiengang die Möglichkeit, von Beginn an bewusst den Brückenschlag zwischen Naturwissenschaft und Informatik zu leben und ist daher insbesondere für all diejenigen interessant, die Ihre berufliche Zukunft an der Schnittstelle von Naturwissenschaft, Technik und IT sehen.
In Halle bist Du nicht nur eine Nummer in einer Liste. Kleine Studiengruppen und ein sehr gutes Betreuungsverhältnis sorgen dafür, dass Du die Dozent*innen kennst – und sie Dich. Im Rahmen eines kürzlich etablierten Mentoring-Programms in den Physikstudiengängen kannst Du gerade zu Beginn des Studiums mit „Deinem“ Professor direkt über Deine individuelle Studiensituation reden. Nur keine Scheu – auch die Professoren waren mal Studenten und können Dir daher auch Hinweise und Tipps geben, die Dir den Studieneinstieg erleichtern. Zusammen mit modernen Hörsälen, gut ausgestatteten Praktika mit genügend Plätzen sowie kurzen Wegen - auch zu den benachbarten Forschungseinrichtungen - ergeben sich so hervorragende Studienbedingungen in Halle.
Der Studiengang qualifiziert vor allem für weiterführende Studienprogramme, insbesondere für einen Masterstudiengang Physik. Unter geringen Auflagen ist alternativ im Anschluss auch ein Studium im Masterstudiengang Informatik möglich. Mögliche Berufsfelder umfassen den gesamten Bereich der physikalisch orientierten Grundlagen- und Industrieforschung, anwendungsbezogene Entwicklung, Planungs- und Prüfungsaufgaben in Industrie und Verwaltung sowie technische Aufgabenfelder in Beratung und Vertrieb. Insbesondere ergeben sich Berufschancen in allen Bereichen, in denen Automatisierung, Robotik, Computersimulationen jetzt und in Zukunft eine immer stärker werdende Rolle spielen. Das beinhaltet Automobil- und Flugzeugbau, Materialentwicklung und chemische Industrie aber auch die Unterhaltungsbranche.
Erläuterungen
LP= Leistungspunkte:
Ein Leistungspunkt entspricht dem Arbeitsaufwand von 30 Stunden. Bei 900 Arbeitsstunden pro Semester entspricht das 30 Leistungspunkten. Zu den Arbeitsstunden gehören der Besuch von Lehrveranstaltungen, die Vor- und Nachbereitungszeiten, Praktika, die Prüfungsvorbereitung, das Anfertigen von Referaten, Haus- und Projektarbeiten.
Module:
Module bilden die Bausteine eines Studienprogramms. Sie sind inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheiten. Module können aus verschiedenen Lehr- und Lernformen bestehen (Vorlesung, Übung, Seminar, Projektseminar, Selbststudium, Projektarbeit etc.). Das Volumen der Module (ausgedrückt in LP) bestimmt sich über den Arbeitsaufwand der Studierenden.
| Modulbezeichnung | LP | empf. Sem. |
|---|---|---|
| Pflichtmodule | ||
| Lineare Algebra für die Physik | 5 | 1. |
| Objektorientierte Programmierung | 5 | 1. |
| Analysis | 18 | 1.u.2. |
| Experimentalphysik A | 20 | 1.u.2. |
| Mathematische Methoden | 5 | 1.u.2. |
| Datenstruktuen und Effiziente Algorithmen I | 5 | 2. |
| Einführung in Datenbanken | 5 | 3. |
| Experimentalphysik B1 | 10 | 3. |
| Theoretische Physik A | 7 | 3. |
| Grundlagen und Konzepte der Modellierung | 10 | 3.u.4. |
| Physikalische und elektronische Messtechnik für P.D. | 7 | 3.u.4. |
| Aufbaumodul Analysis: Mathematische Physik | 8 | 4. |
| Sensorik | 5 | 4. |
| Theoretische Physik B | 7 | 4.u.5. |
| Computational Physics für P.D. | 5 | 5. |
| Softwaretechnik | 5 | 5. |
| Experimentalphysik C für P.D. | 9 | 5.u.6. |
| Bachelorarbeit | 10 | 6. |
| Theoretische Physik C | 7 | 6. |
| Wahlpflichtmodule | ||
| Wahlobligatorische Ergänzungsfelder (10 LP) | ||
| Gewöhnliche Differentialgleichungen für Physiker | 5 | 3. |
| Physikalische Methoden zur Strukturaufklärung - Mikroskopie und Streuexperimente | 5 | 3. |
| Astrophysik | 5 | 3.o.5. |
| Numerische Lösung von Differentialgleichungen (für Naturwissenschaften und Informatik) | 10 | 3.-6. |
| Kontinuumsmechanik und Nichtlineare Systeme | 5 | 4. |
| Spektroskopische Methoden | 5 | 4. |
| Experimentalphysik B2 | 10 | 4.o.6. |
| Einführung in die Rechnerarchitektur | 5. | 5. |
| Einführung in Rechnernetze und verteilte Systeme | 5 | 5. |
| Konzepte der Programmierung | 5 | 5. |
| Advanced Computational Physics | 5 | 6. |
| Automaten und Berechenbarkeit | 10 | 6. |
| Einführung in Betriebssysteme | 5 | 6. |
| Einführung in Data Science | 5 | 6. |
| Einführung in die Bildverarbeitung | 5 | 6. |
| Einführung in die Technische Informatik | 5 | 6. |
| Experimentalphysik D | 5 | 6. |
| Allgemeine Schlüsselqualifikationen (10 LP) | ||
| ASQ I | 5 | 1.-6. |
| ASQ II | 5 | 1.-6. |
Die Lehrinhalte, Lernziele, der Lehrstundenumfang, Modulvoraussetzungen und Modulleistungen können detailliert im „Modulhandbuch“ bzw. in der „Studien- und Prüfungsordnung“ nachgelesen werden.
Zu den Allgemeinen Schlüsselqualifikationen zählen Präsentations- und Fremdsprachenkenntnisse sowie schriftliche, mündliche, soziale und interkulturelle Kompetenzen. Diese sollen den späteren Berufseinstieg unterstützen. (www.uni-halle.de/asq)
Besonders empfohlen wird der Besuch von Englisch-Sprachkursen, da aufgrund der hohen Internationalisierung in der Physik Englischkenntnisse für ein weiterführendes Studium und auch im Beruf unerlässlich sind.
Die Bachelorarbeit ist obligatorisch und bildet ein eigenes Modul im Umfang von 10 LP. Näheres regelt die gültige Studien- und Prüfungsordnung.
Bachelor of Science (B.Sc.)
Voraussetzung für die Zulassung zum Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).
Für ein zügiges und erfolgreiches Studium ist es zweckmäßig, in der gymnasialen Oberstufe durchgehend Kurse in Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik belegt zu haben. Gute Englischkenntnisse sind von Vorteil.
Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Deine Bewerbung!