Art: Studium
Bereich: Soziales, Pädagogik und Psychologie
Schulabschluss: ohne Abschluss
Dauer: 6 Semester
| Studienabschluss | Bachelor of Science (B.Sc.) |
|---|---|
| Umfang | 180 LP |
| Regelstudienzeit | 6 Semester |
| Studienbeginn | nur Wintersemester |
| Studienform | Direktstudium, Vollzeitstudium |
| Hauptunterrichtssprache | Deutsch |
| Zulassungsbeschränkung | zulassungsbeschränkt (Dialogorientiertes Serviceverfahren - DoSV) |
| NC-Grenzwert | 1,3 |
| Grenzwert Wartesemester | 7 |
| Studieren ohne Hochschulreife | ja (Details) |
| Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen | nein |
| Fakultät | Philosophische Fakultät I – Sozialwissenschaften und Historische Kulturwissenschaften |
| Institut | Institut für Psychologie |
| Akkreditierung | akkreditiert |
Das im September 2020 erlassene Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz (PsychThGAusbRefG) stellt die Grundlage für die (Neu-)Gestaltung des Studiums der Psychologie dar. Das Gesetz regelt die Ausbildung von psychologischen Psychotherapeut*innen. Danach können Absolvent*innen eines 5-jährigen universitären Studiums (zunächst Bachelor, anschließend Master mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie, insgesamt 300 Leistungspunkte), ähnlich wie Ärzt*innen, Zahnärzt*innen und Apotheker*innen, direkt nach dem Masterabschluss die Psychotherapeutische Prüfung ablegen und die Approbation (Behandlungserlaubnis) bekommen.
Die Neuregelung der Psychotherapeutenausbildung erfordert bereits die Anpassung des Bachelorstudiums der Psychologie. Deutschlandweit wird es deshalb einen angepassten Bachelor Psychologie mit 180 Leistungspunkten geben, der es den Absolvent*innen ermöglicht, ein Masterstudium in einem spezifischen Schwerpunkt (beispielsweise Klinische Psychologie und Psychotherapie) aufzunehmen oder einen allgemeinen Master in Psychologie zu studieren.
Im Bachelor-Studiengang Psychologie 180 LP werden wie bisher die elementaren Grundlagen, Methoden und wichtigsten Anwendungsbereiche vermittelt. Um die Anforderungen der Approbationsordnung zu erfüllen, vergrößern sich allerdings die Anteile der biologischen Grundlagen des Verhaltens (Medizinische und pharmakologische Grundlagen) und der Klinischen Psychologie sowie die praktischen Ausbildungsanteile.
Der Bachelorabschluss qualifiziert für diagnostische, beratende und gestaltende Aufgaben im betrieblichen Gesundheitsmanagement, im Sozialwesen, im Bereich der schulischen und beruflichen Bildung, in der freien Wirtschaft und der staatlichen Verwaltung als auch für empirische und experimentelle Forschung in wissenschaftlichen Einrichtungen.
Außerdem erwirbt man mit dem Bachelorabschluss die Voraussetzung für eine Fortsetzung des Studiums in einem konsekutiven Masterstudiengang Psychologie.
Werden das Orientierungspraktikum und die Berufsqualifizierende Tätigkeit I entsprechend der Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ausgestaltet, können Absolvent*innen des polyvalenten Bachelorstudiums auch für einen Master mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie zugelassen werden und nach Ablegen der Psychotherapeutischen Prüfung die Approbation als Psychotherapeutin bzw. Psychotherapeut erlangen.
Dieser Studiengang ist akkreditiert. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Akkreditierungsrats.
Was sind Module? Was sind Leistungspunkte (LP)? Eine „erstsemestertaugliche“ Erläuterung zum Studienaufbau finden Studienanfänger*innen in unserem Welcome-Portal.
Die folgende Tabelle zeigt die Bestandteile des Studiums als Übersicht (alternativ: PDF). Die Semesterangaben sind hierbei unverbindliche Empfehlungen.
Darüber hinaus beschreibt das Modulhandbuch (aktuelle Fassung) Lehrinhalte, Lernziele, Umfang und Leistungen der Module detailliert. Rechtliche Basis dafür ist die Studien- und Prüfungsordnung.
| Modulbezeichnung | LP | empf. Sem. |
|---|---|---|
| Modulgruppe I: Einführung, Forschungsmethoden (27 LP) | ||
| Einführung in das Studium der Psychologie (Geschichte, Forschungsmethoden und Berufsethik) | 6 | 1. |
| Quantitative Methoden I | 5 | 1. |
| Quantitative Methoden II | 5 | 2. |
| Einführung in empirisch-wissenschaftliches Arbeiten | 5 | 2. |
| Forschungsorientiertes Praktikum I (Experimental-psychologisches Praktikum) | 6 | 3. |
| Modulgruppe II: Psychologische, biologische und neurowissenschaftliche Grundlagen (46 LP) | ||
| Biologische Psychologie | 6 | 1. |
| Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie | 8 | 1. u. 2. |
| Sozialpsychologie | 8 | 1. u. 2. |
| Entwicklungspsychologie | 8 | 1. u. 2. |
| Allgemeine Psychologie I | 8 | 2. u. 3. |
| Allgemeine Psychologie II | 8 | 4. u. 5. |
| Modulgruppe III: Psychologische Diagnostik (14 LP) | ||
| Grundlagen psychologischer Diagnostik | 8 | 3. |
| Diagnostische Verfahren | 6 | 4. |
| Modulgruppe IV: Spezifische Module in der Klinischen Psychologie und Psychotherapie (20 LP) | ||
| Klinische Psychologie und Psychotherapie (Basismodul) | 5 | 3. |
| Klinische Psychologie und Psychotherapie (Aufbaumodul) | 10 | 4. |
| Klinische Psychologie und Psychotherapie (Praxismodul) | 5 | 6. |
| Modulgruppe V: Nicht-klinische Anwendungsfächer (25 LP) | ||
| Organisations- und Personalpsychologie (Basismodul) | 8 | 3. u. 4. |
| Pädagogische Psychologie | 9 | 4. u. 5. |
| Arbeitspsychologie und Occupational Health (Aufbaumodul) | 8 | 5. u. 6. |
| Modulgruppe VI: Interdisziplinäre Vertiefung (5 LP) | ||
| Interdisziplinäre Vertiefung | 5 | ab 5. |
| Modulgruppe VII: Medizinische Grundlagen, Psychopharmakologie (5 LP) | ||
| Grundlagen der Medizin und Pharmakologie für Psychotherapeut*innen | 5 | 5. u. 6. |
| Modulgruppe VIII: Externes Praktikum, Abschlussmodul, Allgemeine Schlüsselqualifikationen (ASQ) (38 LP) | ||
| Orientierungspraktikum | 5 | 4. |
| Berufsqualifizierende Tätigkeit I | 8 | 5. |
| ASQ I und II | 5/5 | |
| Abschlussmodul (Bachelorarbeit + mündliche Verteidigung in einem Kolloquium) | 15 | 6. |
Zu den Allgemeinen Schlüsselqualifikationen zählen Präsentations- und Fremdsprachenkenntnisse sowie schriftliche, mündliche, soziale und interkulturelle Kompetenzen. Diese sollen den späteren Berufseinstieg unterstützen. (www.uni-halle.de/asq)
Empfohlen werden Module aus dem Bereich der Informationstechnologie (z. B. Erlernen einer Programmiersprache), Logik, Mathematik, Fremdsprachen.
Während des Studiums sind drei berufspraktische Einsätze in Form eines Forschungsorientierten Praktikums I (Experimentalpsychologisches Praktikum) und zwei Außenpraktika (Orientierungspraktikum und Berufsqualifizierende Tätigkeit I) vorgesehen.
Das Forschungsorientierte Praktikum I (Experimentalpsychologisches Praktikum) im Umfang von 6 LP (180 Stunden) dient dem Erwerb grundlegender Erfahrungen im wissenschaftlichen Bereich. Es findet in Forschungseinrichtungen der Hochschule statt und wird unter qualifizierter Anleitung und in Kleingruppen durchgeführt.
Das Orientierungspraktikum im Umfang von 5 LP (150 Stunden) dient dem Kennenlernen von Berufsfeldern der psychologischen Praxis und gewährt erste Einblicke in berufsethische Prinzipien sowie institutionelle, rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen psychologisch arbeitender Einrichtungen.
Die Berufsqualifizierende Tätigkeit I im Umfang von 8 LP (240 Stunden) dient dem vertieften Einblick in die Berufsfelder der psychologischen Praxis, vermittelt Kenntnisse über institutionelle, strukturelle und rechtliche Rahmenbedingungen sowie interdisziplinäre Arbeitsabläufe zwischen verschiedenen Berufsgruppen und grundlegende
Kommunikationskompetenzen mit Patient*innen bzw. Klient*innen oder Mitarbeiter*innen verschiedener Berufsgruppen.
Die beiden Außenpraktika (Orientierungspraktikum und eine Berufsqualifizierende Tätigkeit I) sollen in der Regel in Institutionen abgeleistet werden, die den Praktikant*innen psychologische Erfahrungen im Umgang mit Menschen ermöglichen.
Studierende, die einen Master mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie und eine darauffolgende Approbation als Psychotherapeutin oder Psychotherapeut anstreben, müssen besondere Anforderungen an das Orientierungspraktikum und die Berufsqualifizierende Tätigkeit I beachten, vgl. Studien- und Prüfungsordnung.
Die Praktika können auch an ausländischen Einrichtungen absolviert werden.
Außerdem sind für ein qualifiziertes Psychologie-Studium Kenntnisse und Fertigkeiten in mathematischen und naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen sowie in der englischen Sprache erforderlich. Studierenden, deren Englisch- bzw. Mathematik-Kenntnisse gering sind, wird empfohlen, sich vor Aufnahme des Bachelorstudiums entsprechend weiterzubilden.
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