Art: Studium
Bereich: Bildung und Forschung
Schulabschluss: ohne Abschluss
Dauer: 9 Semester
| Studienabschluss | Erstes Staatsexamen Lehramt an Förderschulen |
|---|---|
| Umfang | 30/30 LP |
| Regelstudienzeit | 9 Semester |
| Studienbeginn | nur Wintersemester |
| Studienform | Direktstudium, Vollzeitstudium |
| Hauptunterrichtssprache | Deutsch |
| Zulassungsbeschränkung | zulassungsfrei (ohne NC) |
| Studieren ohne Hochschulreife | ja (Details) |
| Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen | nein |
| Fakultät | Zentrum für Lehrer*innenbildung |
Die Angaben auf dieser Seite beziehen sich nur auf die gewählte förderpädagogische Fachrichtungskombination – die insgesamt nur ein Viertel des Studiums für das Lehramt an Förderschulen ausmacht. Informieren Sie sich daher zusätzlich über die allgemeinen und weiteren „Bausteine“. Nur zusammen ergibt sich ein Gesamtbild über Ihr Studium und den Weg ins Berufsleben als Förderschullehrer*in.
Lernen ist nicht leicht und viele Kinder benötigen spezielle Förderungen und ganz besondere individuelle Unterstützung. Dafür sind ausgebildete Lehrkräfte erforderlich, die mit den Handicaps ihrer Schüler umgehen können.
Die Ausbildung zur Lehrerin/ zum Lehrer an Förderschulen erfolgt in zwei Phasen: ein Studium, das mit der Ersten Staatsprüfung abschließt, dann folgt der Vorbereitungsdienst mit der Zweiten Staatsprüfung.
Das Besondere in Halle: Das Lehramtstudium wird mit einem Staatsexamen abgeschlossen. Das Studium ist ebenso wie die Bachelor- und Masterstudiengänge modularisiert.
Wenn Sie sich für das "Lehramt an Förderschulen " entscheiden, studieren Sie zwei förderpädagogische Fachrichtungen, deren Kombinationsmöglichkeiten wie folgt vorgegeben sind:
Außerdem können Sie sich für das Studium eines Sekundarschulfaches oder zweier Grundschulfächer entscheiden. Die Liste der möglichen Unterrichtsfächer finden Sie im Studienangebot unter Lehramt an Förderschulen.
Studierende dieser Fachrichtung beschäftigen sich u.a. mit folgenden Themen:
Historischer Exkurs zur Entwicklung der Hilfsschulpädagogik/ Lernbehindertenpädagogik
Disziplin- und Professionsentwicklung in Abhängigkeit von politischen Systemen und bildungspolitischen Grundüberzeugungen
Überblick über unterschiedliche Ansätze der Hilfsschulpädagogik/ Lernbehindertenpädagogik
Theoretische Ansätze für Sozialstrukturanalysen, zur sozialen Wahrnehmung und Kommunikation
Gesetzliche Grundlagen für "Chancengleichheit"
Kindertypische strukturelle Armut
Soziale Herkunft und "soziale Benachteiligung"
Individuelle Beeinträchtigungen, Lebensstile und Subkulturen als Aspekte "sozialer Ausgrenzung"
Aspekte sozialer Ungleichheit in schulischen Bildungszusammenhängen, beruflicher Ausbildung und Erwerbsarbeit
Präventions- und Interventionsansätze mit dem Anspruch "sozialer Benachteiligung" entgegen zu wirken
Analyse von Lehr- und Lernkonzepten aus Perspektive förderpädagogischer und integrativer Orientierungen
Merkmale förderpädagogischer Professionalität und professioneller Entwicklung in Relation zu unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern
Studierende dieser Fachrichtung beschäftigen sich u.a. mit folgenden Themen:
Anatomische, neurophysiologische und neuropsychologische Grundlagen des Sprechens, Hörens, der Sprachverarbeitung und Sprachproduktion
Vermittlung von Kompetenzen zur Diagnostik und Therapie von Störungen im Bereich der Grammatik und der Semantik
Planung und Durchführung von sprachtherapeutischen Maßnahmen
Grundlagen Phonetik und Phonologie
Diagnostik von Störungen im Bereich des Sprechens
Spezifische Arbeitsschwerpunkte können z.B. sein:
Störungen des Schluckaktes (Dysphagie), der Stimme, des Redeflusses, der Stimm- und Sprechfunktion (z.B. bei Lippen-, Kiefer-, Gaumen-Segelspalten), der Sprache (z.B. bei geistiger Behinderung, Körperbehinderung, Mehrfachbehinderung, Schwerhörigkeit, Taubheit oder nach Cochlea-Implantat-Versorgung; beim Erwerb der Schriftsprache), der Sprache nach Abschluss der Sprachentwicklung (z.B. nach Schädel-Hirntraumen, Infektionen, kindlicher Aphasie usw.), der Sprechmotorik (z.B. bei Dysarthrophonie, Sprechapraxie)
Einsatz von spezifischer Soft- und Hardware in der Sprachtherapie
Grundlagen und häufige Störungen der Sprachentwicklung
Sprache, Sprechen, Kommunikation im Kontext von Menschen ohne (verständliche) Lautsprache
Grundlagen der Unterstützten Kommunikation
| Bildungswissenschaften – 30 LP (Pädagogik und Pädagogische Psychologie) |
| Allg. Rehabilitations- und Integrationspädagogik – 20 LP |
| Rehabilitationspädagogische Psychologie – 15 LP |
| Förderpädagogische Fachrichtung I – 30 LP |
| Förderpädagogische Fachrichtung II – 30 LP |
| Übergreifende Fachrichtungsmodule – 20 LP |
| zwei Grundschulfächer - 45 + 35 LP (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) oder ein Sekundarschulfach - 80 LP (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) |
| Schulpraktika – 15 LP |
| Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen: Kommunikation, Heterogenität und Inklusion (LSQ-Modul) – 5 LP |
| Wissenschaftliche Hausarbeit – 15 LP |
| Abschlussprüfung – 10 LP |
Die Lehramtsstudiengänge werden in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Praktika etc.), die eine thematische Einheit bilden, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind, klar definierte Anforderungen haben und nach Bestehen aller Modulprüfungen/ Modulteilprüfungen die Vergabe von Leistungspunkten (LP) vorsehen. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, bestimmte Module fließen mit einer Gewichtung von insgesamt 60% in die jeweilige Fachnote des Ersten Staatsexamens ein.
ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) ist ein Leistungspunktesystem zur Anrechnung von Studienleistungen, um diese einheitlich zu bewerten.
Leistungspunkte geben den gesamten Lernaufwand der Studierenden wieder und umfassen somit den Zeitaufwand für den unmittelbaren Präsenz-Unterricht, für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes und den Prüfungsaufwand.
Das Studium für das Lehramt an Förderschulen umfasst eine Gesamtanzahl von 270 Leistungspunkten, bei der Wahl der Sekundarschulfächer Kunsterziehung oder Musik300 Leistungspunkten.
Die Angaben auf dieser Seite beziehen sich nur auf die gewählte förderpädagogische Fachrichtungskombination – die insgesamt nur ein Viertel des Studiums für das Lehramt an Förderschulen ausmacht. Informieren Sie sich daher zusätzlich über die allgemeinen und weiteren „Bausteine“. Nur zusammen ergibt sich ein Gesamtbild über Ihr Studium und den Weg ins Berufsleben als Förderschullehrer*in.
Studierende dieser Fachrichtung beschäftigen sich u. a. mit folgenden Themen:
Modulübersicht Lernbehindertenpädagogik (gesamt: 30 Leistungspunkte) | LP | empf. Sem. |
|---|---|---|
| Einführung in die Lernbehindertenpädagogik: Theoretische Perspektiven unter besonderer Beachtung sozialer Ungleichheiten in Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen | 10 | ab 1./2. |
| Unterstützende Pädagogik in unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Handlungsfeldern | 10 | ab 3. |
| Reflexion von Schulpraxis – Schulpraktische Übungen (SPÜ) Lernbehindertenpädagogik | 5 | ab 5. |
| Theoretische Aspekte innerhalb pädagogischer und didaktischer Diskurse, bezogen auf den sonderpädagogischen Fördeschwerpunkt Lernen | 5 | ab 7. |
Studierende dieser Fachrichtung beschäftigen sich u. a. mit folgenden Themen:
Spezifische Arbeitsschwerpunkte können z. B. sein:
Modulübersicht Sprachbehindertenpädagogik (gesamt: 30 Leistungspunkte) | LP | empf. Sem. |
|---|---|---|
| Interdisziplinäre Grundlagen der Sprachfähigkeit | 5 | ab 1. |
| Kompetenzen im Bereich Sprechen | 5 | ab 2. |
| Kompetenzen im Bereich Sprache (Grammatik und Lexik/Semantik) | 10 | ab 3./4. |
| Spezielle Arbeitsschwerpunkte in der Sprachbehindertenpädagogik | 5 | ab 4. |
| Reflexion von Schulpraxis – Schulpraktische Übungen (SPÜ) Sprachbehindertenpädagogik | 5 | ab 5. |
Schulpraktika gliedern sich in
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